Peter Grimm

Grüne | 0617
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Sozialstaat, Familie & Gesundheit

Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau

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Der Kanton soll gemeinnützigen Wohnungsbau gezielt unterstützen, zum Beispiel über Bauland im Baurecht, Darlehen oder Bürgschaften. Wichtig sind klare Bedingungen: bezahlbare Mieten, soziale Durchmischung, nachhaltige Bauweise und Transparenz. Es geht nicht um pauschale Subventionen, sondern um langfristig bezahlbaren Wohnraum als Ergänzung zum privaten Markt.

Ergänzungsleistungen für Familien

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Familien mit tiefem Einkommen sollen gezielt unterstützt werden, damit Kinder nicht in Armut aufwachsen und Familien trotz Erwerbsarbeit nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind. Ergänzungsleistungen können wirksam und weniger stigmatisierend sein. Wichtig sind klare Anspruchskriterien und eine gute Abstimmung mit Sozialhilfe, Prämienverbilligung, Alimentenbevorschussung und Kinderbetreuung.

Verschärfung Sozialhilfe

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Das Existenzminimum weiter zu senken, verschärft Armut und erschwert die Rückkehr in Selbständigkeit. Zulagen und Freibeträge sollen Arbeit, Ausbildung und Integration fördern. Missbrauch oder Pflichtverletzungen können bereits heute sanktioniert werden, aber verhältnismässig. Eine pauschale Verschärfung trifft vor allem Menschen in ohnehin schwierigen Lebenslagen.

Erhöhung Prämienverbilligung

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Krankenkassenprämien belasten Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen stark. Eine Erhöhung der Prämienverbilligung ist deshalb sinnvoll, damit die Krankenkasse nicht einen unverhältnismässig grossen Teil des verfügbaren Einkommens auffrisst. Die Begrenzung auf 10 % ist als Ziel richtig. Gleichzeitig muss die Umsetzung finanzierbar und gut mit anderen Sozialleistungen abgestimmt sein. Wichtig ist, dass die Entlastung gezielt jenen zugutekommt, die sie wirklich brauchen.

Unterstützung pflegender Angehöriger

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Pflegende Angehörige leisten wichtige Arbeit und ermöglichen oft ein Leben zu Hause. Eine stärkere finanzielle Unterstützung ist sinnvoll, wenn die Pflege regelmässig und erheblich ist und zu zeitlicher, beruflicher oder finanzieller Belastung führt. Wichtig sind klare Kriterien, damit die Unterstützung gezielt dort ankommt, wo sie nötig ist.

Senkung der Psychotherapie-Tarife

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Ich begrüsse diesen Entscheid nicht. Psychologische Psychotherapie ist bereits heute schwer zugänglich; Wartezeiten sind lang und Therapieplätze knapp. Eine Senkung der Tarife verschärft dieses Problem, weil sie den Kanton Glarus für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten weniger attraktiv macht.

Schule & Bildung

Separativer Unterricht

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Ich lehne eine pauschale Wiedereinführung separater Förderklassen ab. Die Regelschule braucht bessere Unterstützung durch Heilpädagogik, Schulsozialarbeit, Assistenz und kleinere Settings. Gleichzeitig darf Integration nicht ideologisch sein: Für einzelne Kinder, auch mit Behinderungen, kann ein geschützteres Setting sinnvoll sein – möglichst temporär, fachlich begleitet und innerhalb eines Schulhauses.

Gleiche Bildungschancen

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Gleiche Bildungschancen sind zentral. Der Bildungserfolg darf nicht vom Einkommen, der Zeit oder dem Bildungswissen der Eltern abhängen. Ich befürworte höhere Stipendien und gezielte Lernförderung. Wichtig ist, dass Förderung möglichst nahe an der Schule, qualitativ gesichert und ohne Stigmatisierung erfolgt. Gutscheine können helfen, dürfen aber keine Auslagerung schulischer Verantwortung bedeuten.

Förderung von Kinderbetreuungsangeboten

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Der Nutzen vorschulischer Kinderbetreuung ist klar erkennbar: Sie kann frühe Förderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gleiche Chancen stärken. Der Kanton soll Krippen und Horte deshalb gezielt unterstützen, damit sie bezahlbar, qualitativ gut und auch für Familien mit tiefem Einkommen zugänglich sind. Wichtig sind transparente Finanzierung, gute Rahmenbedingungen für das Personal und ein Ausbau, der zu den Strukturen eines ländlich geprägten Kantons passt.

Schulnoten statt Lernberichte

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Schulnoten wirken eindeutig, sagen aber oft wenig darüber aus, was ein Kind wirklich kann, wo es Fortschritte macht und welche Unterstützung es braucht. Gerade auf der Primarstufe können Lernberichte hilfreicher sein, weil sie Entwicklung differenzierter sichtbar machen und weniger früh selektieren. Wichtig ist aber, dass Rückmeldungen verständlich, verbindlich und für Eltern gut nachvollziehbar bleiben. Noten können allenfalls später wieder stärker eingesetzt werden

Migration & Integration

Stimmrecht für Ausländer/-innen

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Wer seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz lebt, hier Steuern zahlt, arbeitet, Kinder in die Schule schickt und vom kommunalen Alltag direkt betroffen ist, soll auf Gemeindeebene politisch mitbestimmen können. Das stärkt Zugehörigkeit und Verantwortung vor Ort. Wichtig sind klare Voraussetzungen wie ein gesicherter Aufenthaltsstatus, gute Integration und ein Bezug zur Gemeinde. Auf kantonaler und nationaler Ebene bleibt die Einbürgerung der richtige Weg.

Direkte Aufnahme von Geflüchteten

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Ich finde es richtig, dass die Schweiz besonders gefährdete Menschen direkt aus Lagern oder Krisengebieten aufnimmt, wenn dies gut organisiert ist. Der Kanton Glarus soll sich dafür einsetzen, aber nur im Rahmen von Programmen des Bundes und mit den Gemeinden zusammen. Wichtig ist, dass Unterkunft, Begleitung und Integration vorher geklärt sind.

Strengere Sozialhilfe-Regeln für Geflüchtete

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Integration gelingt nicht besser, wenn Menschen in einer ohnehin schwierigen Situation noch stärker unter Druck gesetzt werden. Kürzungen beim Grundbedarf können Armut verschärfen und Stabilisierung, Spracherwerb und Arbeitssuche erschweren. Verbindlichkeit ist wichtig: Wer Angebote verweigert, kann bereits heute sanktioniert werden. Entscheidend sind aber gute Sprachkurse, Begleitung, Tagesstruktur und realistische Wege in Arbeit.

Verschärfung Einbürgerung

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Einbürgerung soll sorgfältig geprüft werden, aber nicht unnötig erschwert werden. Gute Sprachkenntnisse und Integration sind wichtig, die Anforderungen müssen aber realistisch bleiben und unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen. Wer seit Jahren hier lebt, arbeitet, Steuern zahlt und Teil der Gesellschaft ist, soll eine faire Chance auf Einbürgerung haben. Eine Verschärfung kann gut integrierte Menschen unnötig ausschliessen.

Begrenzung der Wohnbevölkerung

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Die Initiative greift reale Probleme auf – Wohnungsnot, Druck auf Infrastruktur, Schulen, Verkehr und Landschaft. Eine starre Bevölkerungsobergrenze löst diese Probleme aber nicht. Sie gefährdet den bilateralen Weg mit der EU und kann Wirtschaft, Gesundheitswesen, Pflege und Bildung zusätzlich belasten, weil viele Bereiche auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen sind.

Gesellschaft, Kultur & Ethik

Legalisierung Cannabis

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Behördenverbot geschlechtsneutraler Sprache

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Ein Verbot von Genderstern oder ähnlichen Zeichen ist unnötig. Behörden und Schulen sollen verständlich, respektvoll und adressatengerecht kommunizieren können. Wichtig ist, dass Texte gut lesbar bleiben und niemand ausgeschlossen wird. Das lässt sich besser mit Empfehlungen und pragmatischen Regeln lösen als mit einem kantonalen Verbot.

Ausbau Medienförderung

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Lokale Medien sind wichtig für Demokratie, Öffentlichkeit und Kontrolle von Politik und Verwaltung. Gerade in einem kleinen Kanton braucht es unabhängigen Journalismus, der über Gemeinden, Landrat, Kultur und gesellschaftliche Themen berichtet. Eine Förderung ist sinnvoll, wenn sie transparent, staatsfern und nach klaren Kriterien erfolgt. Lokale Berichterstattung ist wichtig und soll sichtbar bleiben.

Rückzug aus Kulturförderung

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Der Kanton soll sich nicht aus der Kulturförderung zurückziehen. Kultur gehört zum Leben im Kanton dazu. Sie bringt Menschen zusammen, macht Orte lebendig und gibt auch kleineren Projekten eine Chance. Nicht alles, was wichtig ist, rechnet sich sofort. Darum braucht es weiterhin eine gezielte Unterstützung durch den Kanton.

Feuerwerksverbot

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Lautes privates Feuerwerk belastet viele Menschen, Tiere und die Umwelt. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder, Menschen mit Behinderungen oder Kriegserfahrungen sowie Haustiere können stark darunter leiden. Ein Verbot von lärmverursachendem Feuerwerk ist deshalb sinnvoll. Ruhigere Formen oder zentrale Feuerwerke könnten weiterhin möglich sein, wenn Sicherheit und Rücksicht gewährleistet sind.

Finanzen & Steuern

Steuersenkungen

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Steuersenkungen klingen attraktiv, schränken aber den Handlungsspielraum des Kantons ein. In den nächsten Jahren braucht es Mittel für Bildung, Gesundheit, Betreuung, Infrastruktur, Kultur und soziale Sicherheit. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Entlastungen, wenn sie gezielt und finanzierbar sind. Pauschale Steuersenkungen lehne ich aber ab, solange wichtige öffentliche Aufgaben unter Druck stehen.

Sparanstrengungen

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Der Kanton soll sorgfältig mit Geld umgehen und Ausgaben regelmässig prüfen. Zusätzliche Sparanstrengungen dürfen aber nicht dazu führen, dass wichtige Aufgaben verschoben oder geschwächt werden. Investitionen in Bildung, Gesundheit, Betreuung, Infrastruktur und Kultur sind nicht einfach Luxus. Sparen ist sinnvoll, wenn es gezielt geschieht – nicht als pauschaler Abbau.

Steuer auf Zweitliegenschaften

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Wenn der Eigenmietwert abgeschafft wird, verliert der Kanton Steuereinnahmen. Eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften kann helfen, diese Ausfälle fairer auszugleichen. Wer eine Zweitwohnung besitzt, nutzt auch Infrastruktur und profitiert vom Standort. Die Steuer sollte aber massvoll ausgestaltet sein und nicht einfach eine Strafsteuer sein. Wichtig ist, dass Glarus dieses Instrument überhaupt nutzen kann.

Einfrierung Stellenbestand

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Ein pauschales Einfrieren des Stellenbestands wird der Realität nicht gerecht. In gewissen Bereichen ist der Arbeitsdruck bereits sehr hoch, und dort kann eher eine gezielte Personalerhöhung nötig sein. Wichtig ist, dass neue Stellen gut begründet und regelmässig überprüft werden. Ein starrer Stellenstopp kann dazu führen, dass Arbeit liegen bleibt, Qualität sinkt und Mitarbeitende zusätzlich belastet werden.

Wirtschaft & Arbeit

Unterstützung Sportbahnen

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Braunwald ist wichtig für den Tourismus im Kanton. Eine Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn ein überzeugendes, nachhaltiges und langfristig tragfähiges Projekt vorliegt. Ich bin aber dagegen, automatisch nochmals zehn Millionen Franken zu sprechen, nur weil Elm unterstützt wurde. Öffentliche Gelder brauchen klare Kriterien, Mitfinanzierung und einen erkennbaren Nutzen für die Region.

Einführung Mindestlohn

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Wer Vollzeit arbeitet, soll vom Lohn leben können. Ein Mindestlohn von CHF 4’200 setzt eine wichtige Untergrenze und schützt vor Working Poor. Gleichzeitig muss die Einführung sorgfältig erfolgen, mit Blick auf kleine Betriebe, bestehende Gesamtarbeitsverträge und mögliche Übergangsfristen. Faire Löhne sind aber zentral, damit Arbeit nicht durch Sozialleistungen ergänzt werden muss.

Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer

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Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern ist kein freiwilliges Extra, sondern ein Recht. Wenn Unternehmen kantonale Aufträge erhalten, sollen sie auch nachweisen können, dass sie fair bezahlen. Strengere Kontrollen sind sinnvoll, wenn sie verhältnismässig und klar geregelt sind. Öffentliche Gelder sollen nicht an Betriebe gehen, die Lohndiskriminierung hinnehmen.

Steueranreize für Ansiedlung neuer Firmen

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Glarus soll für neue Firmen attraktiv sein, aber nicht einfach mit Steuergeschenken arbeiten. Steuerliche Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn dadurch Arbeitsplätze, Ausbildung, Innovation und regionale Wertschöpfung entstehen. Sie soll befristet, transparent und an klare Bedingungen geknüpft sein. Wichtig ist, dass Firmen langfristig im Kanton bleiben und nicht nur kurzfristig von tiefen Steuern profitieren.

Weniger Regulierungen für Unternehmen

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Regulierungen sollen verständlich, effizient und nicht unnötig bürokratisch sein. Wo Verfahren vereinfacht werden können, ist das sinnvoll. Aber Bau-, Umwelt- und Lärmvorschriften schützen auch Nachbarschaft, Landschaft, Gesundheit und Lebensqualität. Ein pauschaler Abbau von Auflagen zugunsten von Unternehmen wäre problematisch. Besser sind klare, schnelle Verfahren statt weniger Schutz.

Umwelt & Energie

Förderung nachhaltiger Tourismus

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Tourismus ist für Glarus wichtig, muss aber zur Landschaft und zur Bevölkerung passen. Der Kanton soll nachhaltigen Tourismus stärker fördern, etwa durch klare Kriterien bei Förderbeiträgen, gute ÖV-Anbindung und einen sorgfältigen Umgang mit Natur und Infrastruktur. Höhere Parkgebühren können sinnvoll sein, wenn sie gezielt lenken und nicht einfach zusätzliche Einnahmen schaffen sollen.

Ökologische Auflagen Landwirtschaft

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Wenn der Kanton Landwirtschaftsflächen verpachtet, soll er auch ökologische Verantwortung übernehmen. Höhere Anforderungen können Biodiversität, Böden, Gewässer und Artenvielfalt schützen. Gleichzeitig müssen die Regeln praxistauglich sein und die Betriebe nicht überfordern. Sinnvoll sind klare Übergangsfristen, Beratung und Unterstützung, damit ökologische Ziele gemeinsam mit der Landwirtschaft umgesetzt werden können.

Schutz Grossraubtiere

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Wolf und Luchs gehören zur einheimischen Tierwelt und sollen nicht vorschnell reguliert werden. Präventive Abschüsse müssen gut begründet bleiben und dürfen nicht zur einfachen Standardlösung werden. Gleichzeitig braucht es wirksamen Herdenschutz und Unterstützung für Landwirtschaft und Alpwirtschaft. Der Schutz der Grossraubtiere ist wichtig, aber Konflikte mit Nutztierhaltung müssen ernst genommen und praktisch begleitet werden.

Bau von Windkraftwerken

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Windenergie kann einen Beitrag zur erneuerbaren Stromversorgung leisten, gerade im Winter. Der Bau von Windkraftwerken darf aber nicht einfach gegen Landschaft, Natur und Bevölkerung durchgedrückt werden. Es braucht sorgfältige Standortprüfungen, Rücksicht auf Vögel, Wildtiere, Landschaftsbild und Anwohnerinnen und Anwohner. Wenn ein Standort ökologisch und technisch überzeugt, soll Windkraft im Kanton möglich sein.

Förderung erneuerbarer Energien

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Der Kanton soll erneuerbare Energien stärker fördern. Das hilft beim Klimaschutz, macht unabhängiger von fossilen Energien und stärkt regionale Wertschöpfung. Wichtig ist, dass Fördergelder gezielt eingesetzt werden: für Photovoltaik, Speicher, Gebäudesanierungen, Wärmepumpen und lokale Lösungen, die wirklich Wirkung zeigen. Die Förderung soll sozial ausgewogen sein, damit nicht nur Eigentümerinnen und Eigentümer mit viel Kapital profitieren.

Anreize statt Verbote in der Klimapolitik

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Finanzielle Anreize sind wichtig, reichen aber allein nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen. Wer Geld hat, kann sich sonst oft freikaufen, während andere zurückbleiben. Es braucht eine Mischung aus Förderung, klaren Regeln und dort, wo nötig, auch Verboten. Wichtig ist, dass Massnahmen sozial abgefedert und verständlich umgesetzt werden. Klimapolitik darf nicht nur freiwillig sein, wenn die Ziele verbindlich sind.

Verkehr & Raumplanung

Verdichtetes Bauen

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Verdichtung ist sinnvoll, damit weniger Kulturland und Landschaft verbaut werden. Sie muss aber sorgfältig geschehen und zur jeweiligen Ortschaft passen. Höhere Gebäude oder dichtere Überbauungen sollen nicht einfach überall entstehen, sondern dort, wo Infrastruktur, ÖV, Schule und Nahversorgung vorhanden sind. Wichtig sind gute Gestaltung, bezahlbarer Wohnraum und Rücksicht auf das Ortsbild.

Autofreie Sonntage Klöntal

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Die Slow Sundays sollen das Klöntal wirklich beruhigen und für Fussgängerinnen, Velofahrer und Erholungssuchende erlebbar machen. Wenn weiterhin viel Verkehr talein oder talaus möglich bleibt, wird das Ziel verwässert. Deshalb befürworte ich ein strikteres Fahrverbot, aber mit sinnvollen Ausnahmen: Postauto, Anwohnende, Menschen mit Behinderung, dringende land- und forstwirtschaftliche Fahrten sowie klar geregelte Härtefälle.

Ausbau öffentlicher Verkehr

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Ein guter öffentlicher Verkehr ist für Glarus wichtig, gerade weil viele Wege im Kanton länger sind und nicht alle Menschen ein Auto haben oder nutzen können. Mehr Mittel sind sinnvoll, wenn sie gezielt eingesetzt werden: bessere Anschlüsse, verlässliche Takte, gute Verbindungen in die Dörfer und eine Abstimmung mit Bahn, Bus und Alltag der Bevölkerung. Der ÖV ist auch ein wichtiger Beitrag zu Klima und Teilhabe.

Ausbau Tempo 20/30

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Tempo 30- und Begegnungszonen können Sicherheit, Lärmschutz und Aufenthaltsqualität verbessern, besonders in Wohnquartieren, Dorfzentren und rund um Schulen. Sie sollen aber nicht schematisch überall eingeführt werden, sondern dort, wo sie einen klaren Nutzen haben. Wichtig ist eine gute Umsetzung, damit Verkehr, Gewerbe, ÖV und Anwohnende berücksichtigt werden.

Förderung motorisierter Individualverkehr

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Das Auto bleibt in einem ländlichen Kanton wie Glarus wichtig. Ich befürworte gezielte Verbesserungen, wenn sie Sicherheit erhöhen oder Ortskerne entlasten. Einen allgemeinen Ausbau des motorisierten Individualverkehrs mit mehr Kapazität und zusätzlichen Parkplätzen sehe ich aber kritisch. Vorrang sollen eine bessere Nutzung der bestehenden Infrastruktur, ÖV, Fuss- und Veloverkehr haben.

Politisches System & Digitalisierung

Ausschliesslich digitale Kantonsverwaltung

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Digitale Dienstleistungen sind wichtig und sollen ausgebaut werden. Aber der Kanton darf nicht nur noch digital erreichbar sein. Nicht alle Menschen haben die gleichen technischen Möglichkeiten, Sprachkenntnisse oder Unterstützung. Gerade ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Personen in schwierigen Lebenslagen brauchen weiterhin analoge Zugänge. Digitalisierung soll den Zugang erleichtern, nicht Menschen ausschliessen.

Ausbau Entwicklungszusammenarbeit

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Glarus ist ein kleiner Kanton, soll aber trotzdem einen Beitrag zu globaler Solidarität leisten. Ein massvoller Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit ist sinnvoll, wenn die Mittel gezielt und transparent eingesetzt werden. Wichtig sind konkrete Projekte mit überprüfbarer Wirkung, etwa in Bildung, Gesundheit, Armutsbekämpfung oder Klimafolgen. Der Schwerpunkt im Kanton darf dabei nicht aus dem Blick geraten.

Verzicht Vorgaben zum Geschlechterverhältnis

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Der Kanton soll bei Kaderstellen nicht einfach auf Vorgaben oder Ziele zur Geschlechtervertretung verzichten. Es geht nicht darum, Stellen nach Geschlecht statt nach Qualifikation zu vergeben. Aber klare Ziele helfen, blinde Flecken zu erkennen und faire Chancen zu schaffen. Verwaltungskader sollen die Gesellschaft angemessen abbilden. Wichtig sind transparente Verfahren, Qualifikation und echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Sicherheit & Polizei

Ausbau Videoüberwachung

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Videoüberwachung kann an einzelnen Orten sinnvoll sein, wenn es konkrete Probleme gibt. Einen allgemeinen Ausbau im öffentlichen Raum sehe ich aber kritisch. Er greift in die Privatsphäre aller ein und kann ein Gefühl dauernder Kontrolle schaffen. Sicherheit entsteht nicht nur durch Kameras, sondern auch durch Präsenz, Prävention, gute Beleuchtung und belebte öffentliche Räume.

Polizeidienst für Ausländer/-innen

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Menschen mit C-Niederlassungsbewilligung leben oft seit vielen Jahren hier, sind integriert, arbeiten, zahlen Steuern und kennen die Gesellschaft. Wenn sie die gleichen Anforderungen erfüllen, gut Deutsch sprechen und eine Sicherheitsprüfung bestehen, sollen sie nicht allein wegen des Passes ausgeschlossen werden. Gerade bei der Polizei sind Vertrauen, Eignung und Ausbildung entscheidend.

Erhöhte Polizeipräsenz

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Im Kanton Glarus geht es weniger um symbolische Polizeipräsenz, sondern um Erreichbarkeit und schnelle Reaktion in einem langen, ländlichen Kanton. Wenn eine Patrouille weit entfernt unterwegs ist, kann es dauern, bis sie an einem anderen Ort eintrifft. Eine stärkere Präsenz kann deshalb sinnvoll sein, wenn sie gut verteilt, bürgernah und deeskalierend ist. Es soll aber nicht um mehr Kontrolldruck gehen.

Engagement gegen häusliche Gewalt

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Häusliche Gewalt ist kein privates Problem, sondern betrifft Sicherheit, Gesundheit und Menschenwürde. Der Kanton soll sich stärker engagieren: mit Prävention, guter Beratung, Schutzangeboten und genügend Plätzen für Betroffene. Wichtig ist auch die Arbeit mit gefährdenden Personen, damit Gewalt nicht weitergeht. Angebote müssen gut erreichbar, vertraulich und auch für Kinder mitgedacht sein.

Werthaltungen

Freie Marktwirtschaft

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Ich befürworte eine soziale Marktwirtschaft. Eine freie Marktwirtschaft kann Innovation, Wettbewerb, Unternehmertum und Wohlstand fördern. Aber die Aussage, dass langfristig alle davon profitieren, ist zu pauschal. Wirtschaftlicher Erfolg verteilt sich nicht automatisch gerecht. Es braucht soziale und ökologische Leitplanken, faire Arbeitsbedingungen und einen starken Service public, damit möglichst viele Menschen davon profitieren.

Vollzeit-Kinderbetreuung

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Für ein Kind ist nicht entscheidend, ob ein Elternteil Vollzeit zu Hause bleibt, sondern ob es verlässliche, liebevolle und stabile Beziehungen erlebt. Für manche Familien passt ein Elternteil zu Hause gut, für andere sind Erwerbsarbeit beider Eltern und gute Betreuung die bessere Lösung. Familienmodelle sind unterschiedlich. Wichtig sind Wahlfreiheit, gute Rahmenbedingungen und keine Abwertung von Familien, die Betreuung anders organisieren.

Bestrafung Krimineller

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Straftaten müssen Konsequenzen haben, und Opfer brauchen Schutz und Anerkennung. Aber langfristig ist Wiedereingliederung wichtig, damit Menschen nicht wieder straffällig werden. Eine Gesellschaft wird nicht sicherer, wenn sie nur bestraft und keine Wege zurück ermöglicht. Gute Prävention, Therapie, Bildung und Arbeit im Strafvollzug sind deshalb zentral. Strafe und Verantwortung ja – aber nicht ohne Perspektive.

Umweltschutz

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Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, weil intakte Natur, Klima und Lebensgrundlagen nicht einfach nachträglich ersetzt werden können. Wirtschaftswachstum ist wichtig, darf aber nicht auf Kosten von Böden, Wasser, Artenvielfalt und Klima gehen. Gute Umweltpolitik soll planbar und sozial verträglich sein, aber sie darf nicht immer zurückstehen, sobald wirtschaftliche Interessen betroffen sind.

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