Reto Leutenegger
FDP.Die Liberalen | 02.07
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine weitere Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine pauschale Senkung des Existenzminimums oder generelle Kürzungen lehne ich ab. Sozialhilfe muss ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und die Wiedereingliederung fördern. Gleichzeitig müssen Missbrauch konsequent bekämpft, Mitwirkungspflichten durchgesetzt und Arbeitsanreize so ausgestaltet werden, dass sich Eigenverantwortung und Erwerbstätigkeit lohnen.
Entschädigung pflegende Angehörige
Sollen Personen, die Angehörige (Erwachsene mit Hilflosenentschädigung) pflegen, mehr finanzielle Unterstützung vom Kanton erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Pflegende Angehörige leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und entlasten gleichzeitig das Gesundheits- und Betreuungssystem. Eine gezielte finanzielle Unterstützung ist deshalb sinnvoll, sofern sie sich am tatsächlichen Betreuungsaufwand orientiert und keine neuen Fehlanreize oder unverhältnismässige Bürokratie schafft.
Vereinfachte Anspruchsprüfung
Soll der Bezug von Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen für anspruchsberechtigte Personen vereinfacht werden (z. B. automatische Ermittlung des Anspruchs)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wer Anspruch auf eine staatliche Leistung hat, soll diese möglichst einfach beziehen können. Vorhandene Daten sind dafür effizient zu nutzen, damit unnötige Formulare und Doppelspurigkeiten entfallen. Voraussetzung bleiben ein sorgfältiger Datenschutz, korrekte Grundlagen und regelmässige Kontrollen der Anspruchsberechtigung.
Senkung Krankenkassenprämien
Soll der Kanton auch nach 2027 Budgetüberschüsse nutzen, um die Krankenkassenprämien tief zu halten, indem er einen hohen Anteil der Gesundheitskosten (ambulant und stationär) übernimmt?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bei anhaltend hohen Budgetüberschüssen soll der Kanton einen Teil davon zur Entlastung der Bevölkerung einsetzen. Die Übernahme eines höheren Anteils der Gesundheitskosten kommt dabei auch dem Mittelstand zugute. Die Massnahme muss jedoch finanzierbar bleiben, regelmässig überprüft werden und darf wirksame Massnahmen gegen das Kostenwachstum nicht ersetzen.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separaten Förderklassen für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Kinder mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten benötigen eine gezielte Förderung in einem geeigneten Umfeld. Separate Förderklassen entlasten die Regelklassen und ermöglichen es den Lehrpersonen, allen Kindern besser gerecht zu werden. Sie müssen professionell geführt, durchlässig und auf eine mögliche Rückkehr in die Regelklasse ausgerichtet sein.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Gleiche Bildungschancen sind zentral für eine liberale Gesellschaft. Der Bildungserfolg soll möglichst von Leistung und Einsatz und nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Deshalb unterstütze ich gezielte und bedarfsgerechte Massnahmen wie Fördergutscheine oder Stipendien. Entscheidend sind klare Anspruchskriterien, nachweisbare Wirkung und die Vermeidung zusätzlicher Bürokratie.
Obligatorische Frühförderung
Sollen Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen verpflichtet werden, ein Jahr vor dem Kindergarteneintritt eine deutschsprachige Kita oder Spielgruppe zu besuchen (Kostenübernahme durch den Kanton)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ausreichende Deutschkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Schuleintritt und gelingende Integration. Eine frühe, verbindliche Sprachförderung hilft den betroffenen Kindern und entlastet später die Schule. Wenn der Besuch staatlich vorgeschrieben wird, ist es folgerichtig, dass der Kanton die notwendigen Kosten übernimmt.
Aufnahmeprüfung Gymnasium
Befürworten Sie die Einführung einer Aufnahmeprüfung zur Senkung der Gymnasialquote?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Entscheidend sollen die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sein und nicht eine politisch festgelegte Gymnasialquote. Eine Aufnahmeprüfung kann Teil des Übertrittsverfahrens sein. Sie sollte aber nicht einzig dazu dienen, die Zahl der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten zu senken.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Stimm- und Wahlrecht gehört für mich zum Schweizer Bürgerrecht. Wer dauerhaft hier lebt und politisch mitbestimmen möchte, kann sich einbürgern lassen. Die Aufenthaltsdauer allein reicht dafür nicht aus.
Verschärfung Einbürgerung
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen erhöht werden (z. B. sprachliche Anforderungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wer sich einbürgern lassen möchte, muss sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können. Ausreichende Deutschkenntnisse sind im Kanton Zug eine grundlegende Voraussetzung für Integration, gesellschaftliche Teilhabe und politische Mitverantwortung.
Aufnahme Geflüchteter
Soll sich der Kanton Zug dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland) in die Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Aufnahme von Flüchtlingen soll auf Bundesebene koordiniert und von den vorhandenen Unterbringungs- und Integrationsmöglichkeiten abhängig gemacht werden. Der Kanton Zug sollte sich nicht für zusätzliche Aufnahmen einsetzen, solange Gemeinden, Schulen und Betreuungssysteme bereits stark gefordert sind.
Reduktion Asylsozialhilfe
Befürworten Sie eine Reduktion der Asylsozialhilfe für vorläufig aufgenommene Personen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Vorläufig aufgenommene Personen sollen ihren Lebensunterhalt möglichst rasch selbst bestreiten. Die Unterstützung darf deshalb tiefer ausfallen als die reguläre Sozialhilfe, muss aber weiterhin ein menschenwürdiges Existenzminimum gewährleisten. Bei Familien und besonders verletzlichen Personen braucht es angemessene Lösungen.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die bilateralen Verträge sind für die Schweiz und insbesondere für den Wirtschaftsstandort Zug von grosser Bedeutung. Ein Freihandelsabkommen könnte den heutigen Zugang zum europäischen Markt nicht gleichwertig ersetzen. Eine Kündigung wäre wirtschaftlich riskant und würde die Beziehungen zu unserem wichtigsten Handelspartner unnötig belasten.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Behördliche und schulische Texte müssen klar, verständlich und gut lesbar sein. Genderstern und ähnliche Sonderzeichen erschweren dies und gehören nicht zur amtlichen Rechtschreibung. Eine respektvolle und geschlechtsneutrale Formulierung ist auch ohne solche Zeichen möglich.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte finanzielle Unterstützung an lokale Medien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Unabhängige lokale Medien sind wichtig für die politische Meinungsbildung. Direkte staatliche Zahlungen können jedoch Abhängigkeiten schaffen und die Auswahl einzelner Medien wäre heikel. Der Kanton soll vor allem für einen transparenten Zugang zu Informationen und gute Rahmenbedingungen sorgen.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich der Kanton stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z. B. Präventionskampagnen, Ausbau Unterstützung Frauenhaus)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Betroffene müssen rasch Schutz und Unterstützung erhalten. Dazu gehören genügend Plätze in Schutzunterkünften, eine gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Fachstellen sowie Prävention, die möglichst früh ansetzt.
Trennung Staat/Kirche
Soll der Kanton Staat und Kirche vollständig trennen (z. B. keine Zahlungen mehr ans Bistum Basel)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Kirchen und kirchliche Organisationen leisten mit viel Freiwilligenarbeit einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Leben. Eine vollständige Trennung lehne ich deshalb ab. Finanzielle Beiträge des Kantons müssen aber transparent, nachvollziehbar und an konkrete Leistungen gebunden sein.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Soll der Kanton in den nächsten vier Jahren weitere Steuersenkungen anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Kanton Zug erzielt seit Jahren hohe Überschüsse. Wenn die staatlichen Aufgaben weiterhin zuverlässig erfüllt und notwendige Investitionen finanziert werden können, sollen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler davon profitieren.
Befristete Steuerrabatte
Soll der Kanton bei Budgetüberschüssen befristete Steuerrabatte gewähren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wenn der Kanton deutlich mehr einnimmt als benötigt, soll ein Teil davon an die Bevölkerung zurückfliessen. Befristete Steuerrabatte sind dafür ein einfaches und faires Mittel. Gleichzeitig bleibt der Kanton flexibel, falls sich die finanzielle Lage wieder verändert.
Beitragsobergrenze Stadt Zug
Befürworten Sie eine Reform des Zuger Finanzausgleichs mit einer Beitragsobergrenze für die Stadt Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Finanzausgleich soll fair bleiben und darf einzelne Gebergemeinden nicht übermässig belasten. Eine Beitragsobergrenze nur für die Stadt Zug könnte die Kosten jedoch auf den Kanton oder andere Gemeinden verlagern. Sinnvoller ist eine Überprüfung des gesamten Systems, bei der auch die besonderen Lasten der Stadt berücksichtigt werden.
Einfrierung Stellenbestand Verwaltung
Soll der Kanton den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das starke Wachstum der kantonalen Verwaltung muss gebremst werden. Neue Stellen sollen nur geschaffen werden, wenn sie wirklich notwendig sind und nicht durch einfachere Abläufe oder Digitalisierung vermieden werden können. In Bereichen wie Sicherheit, Bildung oder Gesundheit braucht es jedoch begründete Ausnahmen.
Unterstützung Privatschulen
Soll der Kanton Privatschulen finanziell unterstützen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Privatschulen erweitern die Wahlmöglichkeiten der Familien und können neue pädagogische Ansätze ermöglichen. Eine finanzielle Unterstützung ist vertretbar, wenn klare Qualitätsanforderungen erfüllt sind und der Kanton dadurch nicht höhere Kosten trägt als bei einem Platz an der öffentlichen Schule.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein einheitlicher kantonaler Mindestlohn wird den grossen Unterschieden zwischen Branchen und Tätigkeiten nicht gerecht. Löhne sollen weiterhin von den Sozialpartnern ausgehandelt werden. Ein Mindestlohn von 4’200 Franken könnte insbesondere einfache Arbeitsplätze und den Berufseinstieg gefährden.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Unternehmen sollen sich auf ihre Arbeit konzentrieren können und nicht unnötig durch Bürokratie belastet werden. Vorschriften müssen verständlich, verhältnismässig und einfach umsetzbar sein. Der Schutz von Bevölkerung und Umwelt bleibt wichtig, darf aber nicht zu unnötig komplizierten Verfahren führen.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Geschäfte sollen selbst entscheiden können, wann sie geöffnet haben. Sie kennen die Bedürfnisse ihrer Kundschaft und ihrer Mitarbeitenden am besten. Solange die Vorgaben des Arbeitsgesetzes eingehalten werden, braucht es keine zusätzlichen kantonalen Einschränkungen.
Einschränkung kurzfristige Wohnungsvermietung
Soll die gewerbliche und kurzfristige Vermietung von Wohnungen (z. B. über Airbnb) stärker eingeschränkt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eigentümerinnen und Eigentümer sollen ihre Wohnung grundsätzlich auch kurzfristig vermieten dürfen. Zusätzliche pauschale Verbote lehne ich ab. Wo Wohnungen jedoch dauerhaft dem regulären Wohnungsmarkt entzogen werden oder wiederholt Probleme entstehen, sollen Gemeinden gezielt eingreifen können.
Massnahmen gegen Briefkastenfirmen
Soll der Kanton restriktiver gegen sogenannte Briefkastenfirmen vorgehen (z. B. verstärkte Kontrollen auf Geldwäscherei)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Domizilgesellschaften sind nicht grundsätzlich illegal. Bestehen jedoch Hinweise auf Geldwäscherei oder andere Straftaten, muss konsequent kontrolliert und eingeschritten werden. Das schützt auch den Ruf des Wirtschaftsstandorts Zug. Pauschal alle solchen Firmen unter Verdacht zu stellen, wäre aber falsch.
Umwelt & Energie
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Auch auf kantonseigenen Flächen sollen ökologische Ziele berücksichtigt werden. Ein pauschales Verbot synthetischer Pflanzenschutzmittel geht mir jedoch zu weit. Entscheidend sind ein gezielter und fachgerechter Einsatz sowie praktikable Vorgaben, die eine wirtschaftliche Bewirtschaftung weiterhin ermöglichen.
Bau von Windrädern
Befürworten Sie den Bau von Windrädern im Kanton Zug (z. B. auf dem Zugerberg)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Windenergie kann einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, gerade im Winter. Windräder sollen dort möglich sein, wo genügend Wind vorhanden ist und der Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis zu den Auswirkungen auf Landschaft, Natur und Bevölkerung steht. Der Zugerberg darf dabei nicht vorschnell als Standort festgelegt werden.
Verzicht auf Verbote in Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele auf Verbote verzichten (Steuerung primär durch Anreize und Zielvereinbarungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Klimapolitik soll vor allem auf Innovation, wirksame Anreize und Eigenverantwortung setzen. Unternehmen und Private sollen selbst entscheiden können, mit welchen Lösungen sie die Ziele erreichen. Verbote sind häufig starr, teuer und bremsen neue Technologien.
Förderung Solarausbau
Soll der Kanton den Solarausbau stärker fördern (z. B. Förderung von Balkonsolaranlagen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Solarenergie lässt sich im Kanton Zug noch stärker nutzen. Der Kanton soll vor allem Bewilligungsverfahren vereinfachen und unnötige Hürden beseitigen. Eine gezielte Förderung, etwa von Balkonsolaranlagen, kann sinnvoll sein, sollte aber zeitlich begrenzt bleiben.
Raumplanung
Kommunales Vorkaufsrecht
Soll den Gemeinden im Kanton Zug ein kommunales Vorkaufsrecht für Grundstücke und Liegenschaften eingeräumt werden, die zweckgebunden für den gemeinnützigen Wohnungsbau genutzt werden sollen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein kommunales Vorkaufsrecht greift stark in das Eigentumsrecht ein und schafft Unsicherheit bei Grundstückverkäufen. Gemeinden können bereits heute Land erwerben oder mit Genossenschaften zusammenarbeiten. Für mehr Wohnraum braucht es vor allem raschere Verfahren und bessere Möglichkeiten zur Verdichtung.
Schaffung eines Wohnfonds
Eine kantonale Volksinitiative fordert die Schaffung eines Wohnfonds von 750 Millionen Franken, mit dem Bauland erworben und im Baurecht an Wohnbaugenossenschaften abgegeben werden soll. Befürworten Sie dieses Anliegen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bezahlbarer Wohnraum ist wichtig. Ein kantonaler Fonds von mindestens 750 Millionen Franken ist jedoch zu gross und macht den Staat zu einem bedeutenden Akteur auf dem Immobilienmarkt. Zielführender sind mehr nutzbarer Wohnraum, schnellere Bewilligungsverfahren und eine bessere Zusammenarbeit mit Gemeinden und Genossenschaften.
Zuger Vorrang bei Wohnungsvergabe
Sollen Wohnungen von Gemeinden vorrangig an Personen vergeben werden, die seit mindestens 10 Jahren im Kanton Zug leben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bei gemeindeeigenen und vergünstigten Wohnungen soll ein langjähriger Bezug zum Kanton berücksichtigt werden. Menschen, die hier leben, arbeiten und verwurzelt sind, sollen nicht verdrängt werden. Die Wohndauer darf aber nicht das einzige Kriterium sein; auch Einkommen und persönliche Situation müssen zählen.
Schaffung von Sonderbauzonen
Sollen in Sonderbauzonen die Bau- und Planungsvorschriften vorübergehend aufgehoben werden, sofern mindestens 40 Prozent der Wohnungen zur Kostenmiete angeboten werden (sog. «weisse Zonen»)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Weisse Zonen können einen guten Anreiz schaffen, schneller mehr und auch bezahlbaren Wohnraum zu bauen. Das Modell sollte deshalb erprobt werden. Grundlegende Anforderungen an Sicherheit, Erschliessung und eine verträgliche Verdichtung müssen aber weiterhin gelten.
Verkehr
Förderung Fuss- und Veloverkehr
Befürworten Sie einen raschen Ausbau der Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr (z. B. Velowege) im Kanton Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Sichere und gut ausgebaute Fuss- und Velowege sind wichtig. Lücken im Netz und gefährliche Stellen sollen rasch beseitigt werden. Der Ausbau darf jedoch nicht einseitig zulasten des motorisierten Verkehrs erfolgen, sondern muss alle Verkehrsträger angemessen berücksichtigen.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Verkehrsorientierte Strassen haben die Aufgabe, den Verkehr zu bündeln und flüssig abzuwickeln. Auf diesen Strassen soll innerorts grundsätzlich Tempo 50 gelten. Tempo 30 gehört in Wohnquartiere und auf siedlungsorientierte Strassen.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr ist für den Kanton Zug wichtig und entlastet die Strassen. Zusätzliche Mittel sollen dort eingesetzt werden, wo eine klare Nachfrage besteht und das Angebot spürbar verbessert wird. Der Ausbau darf nicht zulasten der notwendigen Investitionen in das Strassennetz gehen.
Erhalt Parkplätze
Soll die Anzahl öffentlicher Parkplätze im Kanton mindestens auf dem Stand von Ende 2024 erhalten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Öffentliche Parkplätze bleiben für Bevölkerung, Gewerbe und Ortszentren wichtig. Ihr weiterer Abbau würde den Parkplatzsuchverkehr verstärken und die Erreichbarkeit verschlechtern. Werden Parkplätze wegen eines Projekts aufgehoben, soll möglichst gleichwertiger Ersatz geschaffen werden.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten («Digital-Only»-Prinzip)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Digitale Dienstleistungen sollen zum Normalfall werden und Behördengänge vereinfachen. Ein ausschliesslich digitales Angebot schliesst jedoch Menschen aus, die damit nicht zurechtkommen oder keinen passenden Zugang haben. Für wichtige Anliegen muss deshalb weiterhin ein persönlicher oder schriftlicher Weg offenstehen.
Humanitäre Hilfe Ukraine
Soll sich der Kanton finanziell an humanitärer Hilfe für die Ukraine beteiligen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Humanitäre Hilfe ist in erster Linie Aufgabe des Bundes. Angesichts seiner guten Finanzlage kann sich der Kanton Zug aber mit einem begrenzten Beitrag an konkreten Hilfsprojekten beteiligen. Wichtig sind ein klarer Verwendungszweck und eine transparente Kontrolle der eingesetzten Mittel.
Ausgewogenes Geschlechterverhältnis
Soll der Kanton bei der Besetzung von Kaderstellen in der Verwaltung verbindliche Vorgaben für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis einführen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bei der Besetzung von Kaderstellen müssen Qualifikation, Leistung und Eignung entscheidend sein. Frauen und Männer sollen die gleichen Chancen erhalten, verbindliche Geschlechtervorgaben lehne ich jedoch ab. Sie können dazu führen, dass das Geschlecht stärker gewichtet wird als die fachliche Eignung.
Sicherheit & Polizei
Stärkere Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine sichtbare Polizeipräsenz erhöht das Sicherheitsgefühl, wirkt präventiv und erleichtert den direkten Kontakt mit der Bevölkerung. Dafür braucht es genügend Polizistinnen und Polizisten, die tatsächlich auf der Strasse eingesetzt werden können und nicht durch unnötige administrative Aufgaben gebunden sind.
Ausbau polizeilicher Überwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der polizeilichen Überwachungsmöglichkeiten (z. B. automatisierte Fahrzeugfahndung)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Polizei muss mit der technischen Entwicklung Schritt halten können. Systeme wie die automatisierte Fahrzeugfahndung erleichtern die Suche nach gestohlenen Fahrzeugen oder gesuchten Personen. Ihr Einsatz braucht eine klare gesetzliche Grundlage, einen konkreten Zweck und verbindliche Regeln zur Speicherung und Löschung der Daten.
Präventive Durchsuchungen Asylunterkünfte
Sollen in Asylunterkünften neben Personenkontrollen auch präventive Durchsuchungen durchgeführt werden dürfen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Sicherheit der Bewohnenden und des Betreuungspersonals muss gewährleistet sein. Präventive Durchsuchungen können helfen, Waffen, Drogen oder andere gefährliche Gegenstände frühzeitig zu entdecken. Sie benötigen eine klare gesetzliche Grundlage und müssen verhältnismässig sowie respektvoll durchgeführt werden.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
ine freie Marktwirtschaft schafft Wohlstand, Innovation und Arbeitsplätze. Davon profitiert die Gesellschaft insgesamt. Sie braucht aber klare Wettbewerbsregeln und eine soziale Absicherung für Menschen, die nicht aus eigener Kraft am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben können.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
Kinder profitieren von verlässlichen Bezugspersonen und genügend gemeinsamer Zeit. Ob dafür ein Elternteil vollständig zu Hause bleibt, sollen die Familien selbst entscheiden. Auch Teilzeitarbeit oder eine gute familienergänzende Betreuung können für ein Kind die richtige Lösung sein.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
Wer eine Straftat begeht, muss dafür angemessen bestraft werden. Eine Strafe allein schützt die Gesellschaft aber nicht dauerhaft. Wo eine Wiedereingliederung möglich ist, soll sie genutzt werden, um Rückfälle und damit weitere Opfer zu verhindern.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
Ein wirksamer Umweltschutz ist notwendig. Er soll jedoch mit Innovation, technischen Lösungen und sinnvollen Anreizen erreicht werden. Massnahmen, die Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze unnötig gefährden, lehne ich ab.
Commento
Familien mit tiefem Einkommen sollen gezielt entlastet werden. Neue Ergänzungsleistungen schaffen jedoch zusätzliche staatliche Ansprüche, mehr Bürokratie und mögliche Fehlanreize. Sinnvoller sind gezielte Prämienverbilligungen, bezahlbare Kinderbetreuung und steuerliche Entlastungen, damit sich Erwerbsarbeit weiterhin lohnt.