Michael F.X. Felber
Die Mitte | 01.02 | Uscente
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine weitere Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Sozialhilfegesetz wurde bereits mehrfach angepasst. Weitere pauschale Verschärfungen lehne ich ab: Das Existenzminimum sichert die Menschenwürde und verhindert teure Folgekosten. Missbrauch bekämpfe ich konsequent – die Unterstützung generell zu kürzen ist aber der falsche Weg.
Entschädigung pflegende Angehörige
Sollen Personen, die Angehörige (Erwachsene mit Hilflosenentschädigung) pflegen, mehr finanzielle Unterstützung vom Kanton erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Angehörige, die zu Hause pflegen, leisten enorm viel und entlasten Heime und Spitex spürbar. Eine gezielte Unterstützung halte ich deshalb auch finanzpolitisch für sinnvoll. Für mich gehört das zur Stärkung von Familie und Generationensolidarität.
Vereinfachte Anspruchsprüfung
Soll der Bezug von Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen für anspruchsberechtigte Personen vereinfacht werden (z. B. automatische Ermittlung des Anspruchs)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Unsere Fraktion hat eine entsprechende Forderung am 26.11.2025 im Kantonsrat abgelehnt. Ich setze auch hier auf Eigenverantwortung: Wer Anspruch hat, soll ihn unkompliziert geltend machen können – eine automatische Ermittlung geht mir zu weit.
Senkung Krankenkassenprämien
Soll der Kanton auch nach 2027 Budgetüberschüsse nutzen, um die Krankenkassenprämien tief zu halten, indem er einen hohen Anteil der Gesundheitskosten (ambulant und stationär) übernimmt?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich unterstütze eine weiterführende Übernahme dieser Gesundheitskosten durch den Kanton, wenn auch mit einem kleineren Betrag. Für mich ist das die bessere Verwendung von Überschüssen als reine Steuersenkungen – die Prämienlast ist heute die grösste Sorge vieler Familien.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separaten Förderklassen für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das integrative Modell hat aus meiner Sicht die erhofften Wirkungen bisher nicht erzielt; häufig sind Überforderung und Qualitätseinbussen die Folge. Ich will die integrative Schule kritisch analysieren und hinterfragen.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Chancengerechtigkeit ist mir ein Kernanliegen: Bildung darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen. Beim Stipendienwesen sehe ich Handlungsbedarf. Bei Gutscheinlösungen will ich Wirkung und Mitnahmeeffekte vorgängig sorgfältig prüfen.
Obligatorische Frühförderung
Sollen Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen verpflichtet werden, ein Jahr vor dem Kindergarteneintritt eine deutschsprachige Kita oder Spielgruppe zu besuchen (Kostenübernahme durch den Kanton)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich trage dieses Anliegen mit; die entsprechende Motion wurde am 27.11.2025 im Kantonsrat erheblich erklärt. Frühe Sprachförderung ist für mich der wirksamste Hebel für Integration und Bildungserfolg.
Aufnahmeprüfung Gymnasium
Befürworten Sie die Einführung einer Aufnahmeprüfung zur Senkung der Gymnasialquote?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich stehe hinter dem Gegenvorschlag: keine Aufnahmeprüfung, sondern halbjährliche Leistungstests in Deutsch und Mathematik ab der 4. Primarklasse, die mit 20 % in die Zeugnisnoten einfliessen. Leistung soll über die Zeit gemessen werden, nicht an einem einzigen Prüfungstag.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Für mich ist das Stimm- und Wahlrecht an das Bürgerrecht geknüpft. Der Weg zur politischen Mitbestimmung führt über die Einbürgerung – diese soll gut zugänglich, inhaltlich aber anspruchsvoll bleiben. Die Gewährung des passiven Wahlrechts wäre eine Option, die indes bei näherer Betrachtung nicht umsetzbar ist - sehr gut finde ich, dass die Kirchengemeinden hier - aufgrund der Mitgliedschaften - mehr Partizipation und Wahlchancen gewähren!
Verschärfung Einbürgerung
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen erhöht werden (z. B. sprachliche Anforderungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich unterstütze höhere sprachliche Anforderungen bei der Einbürgerung (B2). wie sie seit 2025 Geltung haben. Die Beherrschung der (deutschen) Sprache ist für mich der Schlüssel zur Teilhabe.
Aufnahme Geflüchteter
Soll sich der Kanton Zug dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland) in die Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Resettlement ist für mich Bundesaufgabe. Der Kanton soll seine Kräfte auf die Unterbringung und Integration der bereits zugewiesenen Personen konzentrieren.
Reduktion Asylsozialhilfe
Befürworten Sie eine Reduktion der Asylsozialhilfe für vorläufig aufgenommene Personen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich stehe hinter der Teil-Erheblicherklärung vom 28.08.2025, mit der die Sozialhilfeleistungen für vorläufig Aufgenommene um 15 Prozent reduziert werden. Das betrifft den Asylbereich – bei der ordentlichen Sozialhilfe lehne ich weitere Kürzungen ab.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich mache mich für die bestehenden Bilateralen Verträge stark und werde das auch in Zukunft tun. Unser Land liegt mitten in Europa, wir sind auf gute Beziehungen zu unseren Nachbarn angewiesen.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich unterstütze die Weisung der Regierung, wonach Genderstern, Doppelpunkt und Mediopunkt in der Verwaltung und an den Schulen untersagt sind. Die Amtssprache muss für alle verständlich bleiben.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte finanzielle Unterstützung an lokale Medien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine zielgerichtete, massvolle Unterstützung lokaler Medien trage ich mit. Eine dauerhafte Strukturfinanzierung lehne ich ab; die Unabhängigkeit der Redaktionen muss gewahrt bleiben.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich der Kanton stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z. B. Präventionskampagnen, Ausbau Unterstützung Frauenhaus)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich habe Forderungen gegen häusliche Gewalt im Kantonsrat immer wieder unterstützt und werde das auch künftig tun. Prävention und ein verlässliches Angebot für Betroffene sind mir wichtig.
Trennung Staat/Kirche
Soll der Kanton Staat und Kirche vollständig trennen (z. B. keine Zahlungen mehr ans Bistum Basel)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine entsprechende Forderung wurde am 22.05.2025 im Kantonsrat abgelehnt – aus meiner Sicht zu Recht: Die Kirchen erbringen bedeutende soziale und kulturelle Leistungen für die Allgemeinheit.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Soll der Kanton in den nächsten vier Jahren weitere Steuersenkungen anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Frage ist relativ offen gestellt. Meine Steuerpolitik richtet sich an den Interessen und Anliegen des einheimischen, familiären Mittelstandes aus – Entlastung dort, wo sie tatsächlich ankommt. Steuersenkungen hängen auch ganz stark von den Ergebnissen ab. Der von mir mitgetragene Fonds, in den Überschüsse eingespiesen und für die Zukunft akkumiliert werden, ist eine zielgerichtete Verwendung von Erträgen.
Befristete Steuerrabatte
Soll der Kanton bei Budgetüberschüssen befristete Steuerrabatte gewähren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich unterstütze befristete Steuerrabatte bei Überschüssen; eine entsprechende Forderung wurde am 1.7.2026 im Kantonsrat behandelt. So gebe ich Geld zurück, ohne die Strukturen dauerhaft zu belasten - die genauen Modalitäten stehen aktuell noch nicht abschliessend fest, die zweite Lesung steht am 27. August 2026 an.
Beitragsobergrenze Stadt Zug
Befürworten Sie eine Reform des Zuger Finanzausgleichs mit einer Beitragsobergrenze für die Stadt Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich will die Solidarität unter den Zuger Gemeinden hochhalten. Die hohen Steuereinnahmen juristischer Personen stammen aus Baar und Zug; die entsprechenden Fachkräfte wohnen aber oft in den kleineren Gemeinden und trotzdem ist eine Deckelung die richtige Lösung.
Einfrierung Stellenbestand Verwaltung
Soll der Kanton den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Stellenwachstum hat mit Augenmass zu erfolgen. Ein pauschales Einfrieren ist für mich aber der falsche Weg – nötig ist eine Aufgabenprüfung, nicht ein Zahlenziel. Die neuen Monitoringinstrumente erlauben eine wirksame politische Begleitung, welche zwischen Aufgabenlast und erforderlichem Personal die politische Konsenssuche auf sachliche Grundlagen stellt.
Unterstützung Privatschulen
Soll der Kanton Privatschulen finanziell unterstützen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Frage ist relativ offen gestellt. Die halbe Normpauschale pro Schülerin und Schüler an Privatschulen unterstütze ich; Darlehen an private Schulen - wie letzthin bei der International School - erachte ich ordnungspolitisch als grundsätzlich falsch, weil in lokale Märkte (Kreditvergabe) eingegriffen wird und so Bevorteilungen stattinden!
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Löhne gehören für mich in Autonomie der Vertragspartner und die in der Schweiz bewährte Sozialpartnerschaft (Gesamtarbeitsverträge) und sollen nicht von einzelnen Kantonen geregelt werden. Meine langjährige Tätigkeit im Bauhauptgewerbe haben mich die grossen Vorteile von Gesamtarbeitsverträgen (LMV) schätzen gelernt.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Zentral sind effiziente Verfahrensabläufe und hier dürfte meine (erheblicheklärte) Motion, wonach innert sechs Monaten zukünftig im Beschwerdeverfahren zu entscheiden ist, ein zu erwartende grosse Wirkung entfalten. Gewisse Massnahmen zur Deregulierung sollen im Rahmen der wohnpolitischen Strategie erfolgen. Bei den Lärmvorschriften berücksichtige ich die Wohnqualität mit.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die arbeitsgesetzlichen Vorgaben sind zentral und ausnahmslos einzuhalten.
Einschränkung kurzfristige Wohnungsvermietung
Soll die gewerbliche und kurzfristige Vermietung von Wohnungen (z. B. über Airbnb) stärker eingeschränkt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wohnraum ist im Kanton Zug knapp. Die dauerhafte gewerbliche Zweckentfremdung von Wohnungen darf gegenüber regulärem Mietwohnraum nicht bevorteilt werden. Die gelegentliche Vermietung durch Private will ich weiterhin ermöglichen.
Massnahmen gegen Briefkastenfirmen
Soll der Kanton restriktiver gegen sogenannte Briefkastenfirmen vorgehen (z. B. verstärkte Kontrollen auf Geldwäscherei)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein "sauberer" Wirtschaftsstandort ist für mich Standortpolitik, nicht Wirtschaftsfeindlichkeit. Der gute Ruf des Kantons Zug ist ein wesentlicher Standortvorteil und muss geschützt werden.
Umwelt & Energie
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ökologische Ziele werden wirksam über Zielvereinbarungen und Anreize als über Verbote. erreicht. Die Korporation Baar Dorf handelt hier vorbildich, indem sie den Pächtern Standards setzt. Hier sind die grossen Verpächter aufgerufen in ihrem Eigeninteresse und demjenigen der Bevölkerung (vertragliche) Standards zu setzen
Bau von Windrädern
Befürworten Sie den Bau von Windrädern im Kanton Zug (z. B. auf dem Zugerberg)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Auf dem Zugerberg sind die Windgeschwindigkeiten zu gering. Zudem ist er ein wichtiges Naherholungsgebiet der Zuger Bevölkerung und eine national bedeutende Moorlandschaft mit eidgenössischem Schutzstatus.
Verzicht auf Verbote in Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele auf Verbote verzichten (Steuerung primär durch Anreize und Zielvereinbarungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Im Grundsatz bin ich überzeugt, dass Anreize wirskamer sind als Verbote; die Anreizsysteme sind zu kontrollieren und ein gutes Monitoring ermöglicht es der Politik zu die Systeme laufend anzupassen
Förderung Solarausbau
Soll der Kanton den Solarausbau stärker fördern (z. B. Förderung von Balkonsolaranlagen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Konsequent zu meinem Grundsatz «Anreize statt Verbote» soll der Solarausbau gefördert werden. Den Fokus lege ich auf wirkungsstarke Anlagen auf Dächern und Infrastrukturbauten. Bei Kleinstanlagen (Plug-in-Systeme an Balkonen) sehe ich dagegen wenig Wirkung. Ganz wichtig für Investitionsentscheidungen sind die Einspeisevergütungen, welche aktuell durch die ELCOM viel zu tief angesetzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass Eigenverbrauchsgemeinschaften hier zu einer Effiziensteigerung führen.
Raumplanung
Kommunales Vorkaufsrecht
Soll den Gemeinden im Kanton Zug ein kommunales Vorkaufsrecht für Grundstücke und Liegenschaften eingeräumt werden, die zweckgebunden für den gemeinnützigen Wohnungsbau genutzt werden sollen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich bin überzeugt, dass dies die wohl effektivste Massnahme darstellt, um kurz- und mittelfristig Wohnraum zu generieren, der auch für den Mittelstand bezahlbar bleibt. Zusammen mit weiteren Parlamentariern habe ich die entsprechende Motion verfasst, die leider abgelehnt wurde.
Schaffung eines Wohnfonds
Eine kantonale Volksinitiative fordert die Schaffung eines Wohnfonds von 750 Millionen Franken, mit dem Bauland erworben und im Baurecht an Wohnbaugenossenschaften abgegeben werden soll. Befürworten Sie dieses Anliegen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Das Ziel bezahlbaren Wohnraums teile ich, das Instrument überzeugt mich indes nicht: 750 Mio. Franken binden erhebliche Mittel und treiben die Bodenpreise zusätzlich, ohne dass rascher gebaut wird. Ich setze auf schnellere Bauverfahren und Gemeinden, die im Interesse ihrer Bevölkerung Mittel zur Seite stellen und Massnahmen ergreifen.
Zuger Vorrang bei Wohnungsvergabe
Sollen Wohnungen von Gemeinden vorrangig an Personen vergeben werden, die seit mindestens 10 Jahren im Kanton Zug leben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Mitte-Stadt Zug hat diese Thematik auf kommunaler Ebene für die Stadt Zug erstmalig und erfolgreich im GGR eingebracht - Ich unterstütze die nun am 29.01.2026 eingereichte Motion «mehr Wohnraum für einheimische Zugerinnen und Zuger», welche diese Idee der städtischen Mitte aufnimmt. Die konkrete Ausgestaltung hat rechtskonform zu erfolgen.
Schaffung von Sonderbauzonen
Sollen in Sonderbauzonen die Bau- und Planungsvorschriften vorübergehend aufgehoben werden, sofern mindestens 40 Prozent der Wohnungen zur Kostenmiete angeboten werden (sog. «weisse Zonen»)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich unterstütze diese Massnahme der Regierung aus der wohnpolitischen Strategie im Grundsatz. So kann zusätzliche bezahlbaren Wohnraum geschaffen werden. Grosses Augenmerk ist auf die Gleichbehandlung zu legen, es darf also nicht sein, dass nur wenige Eigentümer/Investoren von solchen Erleichterungen profitieren, vielmehr sind solche auch allen übrigen Eigentümerschaften zu gewähren.
Verkehr
Förderung Fuss- und Veloverkehr
Befürworten Sie einen raschen Ausbau der Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr (z. B. Velowege) im Kanton Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmenden – sichere Velo- und Fusswege entlasten auch den Strassenverkehr und den Schulweg.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Mein eher ja gilt nur für (ausgewiesene) verkehrsorientierte Strassen; diese müssen den Verkehr aufnehmen und flüssig führen, damit die Quartiere entlastet werden. Über Tempo 30 in den Wohnquartieren (d.h. auf siedlungsorientierten Strassen) sollen dagegen die Gemeinden die ausschliessliche (!) Entscheidungshoheit haben - so kann in Quartieren hohe Wohn-, Begegnungs- und Aufenthaltsqualität generiert werden und die Sicherheit für Bewohner und Verkehrsteilnehmer substantiell erhöht werden.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich unterstütze die Verdichtung und den Netzausbau in ländlichen Regionen sowie CO2-neutrale Busse, nicht aber eine grundsätzliche Subventionierung von Abonnementen.
Erhalt Parkplätze
Soll die Anzahl öffentlicher Parkplätze im Kanton mindestens auf dem Stand von Ende 2024 erhalten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Erreichbarkeit ist für Gewerbe, Familien und ältere Menschen zentral; einen pauschalen Abbau von Parkplätzen lehne ich ab. Über die konkrete Ausgestaltung entscheiden die Gemeinden.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten («Digital-Only»-Prinzip)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ich unterstütze den Ausbau von Online-Angeboten, aber nicht auf Kosten eines kompletten Abbaus vor Ort. Gerade die ältere Generation muss ihre Anliegen weiterhin persönlich erledigen können. Einfache Sprache im digitalen Kontext kann den direkten Kontakt zwischen Bevölkerung und Verwaltung nur teilweise ersetzen.
Humanitäre Hilfe Ukraine
Soll sich der Kanton finanziell an humanitärer Hilfe für die Ukraine beteiligen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Humanitäre Hilfe ist primär Aufgabe des Bundes, der sich substanziell engagiert. Der Kanton leistet seinen Beitrag vor allem durch Aufnahme, Betreuung und Integration von Schutzsuchenden. Punktuelle Beiträge in ausserordentlichen Lagen schliesse ich aber nicht aus.
Ausgewogenes Geschlechterverhältnis
Soll der Kanton bei der Besetzung von Kaderstellen in der Verwaltung verbindliche Vorgaben für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis einführen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Quoten bei der Besetzung von Stellen lehne ich ab. Massgebend ist die Qualifikation; gezielte Förderung und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstütze ich dagegen ausdrücklich.
Sicherheit & Polizei
Stärkere Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
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Commento
... in England als "Walk the Beat" insitutionalisiert und wirksam. Sichtbare Polizeipräsenz wirkt präventiv und stärkt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung – gerade an Bahnhöfen, in den Zentren und in den Abendstunden.
Ausbau polizeilicher Überwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der polizeilichen Überwachungsmöglichkeiten (z. B. automatisierte Fahrzeugfahndung)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
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Commento
Diese Frage ist brandaktuell, weil das Bundesgericht für vier kantonale Regelungen Entscheide getroffen hat und AFV teilsweise aufgehoben hat. Zentral für mich sind eine klare und ausdrückliche Grundlage in einem formellen Gesetz, welche die nun vorliegenden Einschränkkungen gemäss BGer-Entscheide respektiert und die rechtsstaatlichen Normen einhält ebenso wie Persönlichkeits- und Datenschutzrechte der Bevölkerung (in casu: fahrzeuglenkende Personen). Wichtig, die AZK
Präventive Durchsuchungen Asylunterkünfte
Sollen in Asylunterkünften neben Personenkontrollen auch präventive Durchsuchungen durchgeführt werden dürfen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
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Commento
Eher ja, wenn dies auf das Betreten beschränkt wird, Anhaltspunkte vorab gegeben sind und ein Durchsuchung deliktsbezogen (Verbrechen und Vergehen, nicht bei Übertretungen!) und nicht unterkunftsbezogen ist, so bleibt die Rechtsgleichheit gewährleistet. §26 Abs. 2 und 3 PolG sind massgeblich (Anwesenheit berechtigte Person und Information über den Grund):
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Commento
Märkte schaffen Wohlstand – unbestritten. Aber „alle profitieren" ist kein Automatismus, sondern Ergebnis einer Ordnung. Strukturwandel erzeugt reale Verlierer; unregulierter Wettbewerb zerstört sich selbst durch Kartelle und Marktmacht. Genau darum gibt es Kartellrecht, Fusionskontrolle, Sozialversicherung und Mitbestimmung – nicht als Korrektur der Marktwirtschaft, sondern als ihre Voraussetzung. Zustimmung daher nur, wenn „frei" nicht „entfesselt" meint.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Commento
Die Forschung stützt diese Pauschale nicht: Entscheidend ist die Qualität der Betreuung, nicht das Modell. Kinder bilden von Beginn weg mehrere Bindungen. Aus meiner Arbeit im Kindes- und Erwachsenenschutz sehe ich Familien mit sehr unterschiedlichen Arrangements – ausschlaggebend sind verlässliche Bezugspersonen, Stabilität und ein tragfähiges Familienklima. Erwerbsunterbrüche bergen zudem Risiken, die dem Kindeswohl später schaden können.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Commento
Beides gehört zusammen: Eine schuldangemessene Strafe ist nötig – aber ohne Perspektive nach der Entlassung produziert der Vollzug neue Straftaten und neue Opfer. Studien zeigen, dass die Strafhöhe kaum abschreckt, die Entdeckungswahrscheinlichkeit dagegen schon. Wiedereingliederung ist deshalb kein Gegensatz zum Opferschutz, sondern dessen langfristige Form.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Commento
Externalitäten sind ein klassisches Marktversagen – wer Umweltkosten einpreist, greift nicht in den Markt ein, sondern korrigiert einen Preisfehler. Die Kosten des Nichthandelns übersteigen die des Handelns. Der Zielkonflikt ist zudem geringer als behauptet: Die Schweiz senkt ihre Emissionen seit Jahren bei wachsender Wirtschaft. Wo er real auftritt, hat der Umweltschutz für mich Vorrang – es geht um Lebensgrundlagen, nicht um Präferenzen.
Commento
Familien mit tiefem Einkommen sollen gezielt entlastet werden. Der Kanton verfügt dafür bereits über Prämienverbilligung, Beiträge an die Kinderbetreuung und Stipendien. Diese Instrumente sind wirkungsvoll auszubauen, statt ein zusätzliches Leistungsgefäss mit eigenem Verwaltungsapparat zu schaffen.