Tabea Estermann
Grünliberale Partei | 06.01 | Uscente
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie eine weitere Verschärfung des Sozialhilfegesetzes (z. B. Begrenzung der Zulagen, tieferes Existenzminimum)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Sozialhilfe sichert das Existenzminimum und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. Missbrauch muss konsequent bekämpft werden, pauschale Kürzungen treffen aber vor allem Menschen in schwierigen Lebenssituationen und erschweren die Wiedereingliederung.
Entschädigung pflegende Angehörige
Sollen Personen, die Angehörige (Erwachsene mit Hilflosenentschädigung) pflegen, mehr finanzielle Unterstützung vom Kanton erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Pflegende Angehörige übernehmen eine anspruchsvolle Aufgabe und entlasten gleichzeitig das Gesundheitswesen. Die aktuelle Ausgestaltung ist jedoch ausreichend.
Vereinfachte Anspruchsprüfung
Soll der Bezug von Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen für anspruchsberechtigte Personen vereinfacht werden (z. B. automatische Ermittlung des Anspruchs)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wer Anspruch auf Unterstützung hat, soll diese ohne unnötige Hürden erhalten. Mit sicheren digitalen Prozessen werden Menschen mit Anspruch bereits heute aktiv informiert und sie können sich ohne grosse Bürokratie melden. Dieses System hat sich bewährt.
Senkung Krankenkassenprämien
Soll der Kanton auch nach 2027 Budgetüberschüsse nutzen, um die Krankenkassenprämien tief zu halten, indem er einen hohen Anteil der Gesundheitskosten (ambulant und stationär) übernimmt?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Überschüsse können gezielt genutzt werden, um der Bevölkerung über die Prämien den Überschuss zurückzuverteilen. Dies ist eine reine finanzpolitische Massnahmen, denn es braucht strukturelle Reformen, damit nicht dauerhaft immer mehr Steuergeld in ein ineffizientes Gesundheitssystem fliesst.
Schule & Bildung
Separativer Unterricht
Befürworten Sie eine Wiedereinführung von separaten Förderklassen für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten an der Volksschule?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die integrative Schule bleibt grundsätzlich der richtige Weg. Sie benötigt aber ausreichend Fachpersonen und flexible Lösungen. In gewissenFällen können Kleingruppen sinnvoll sein, wenn ansonsten der Unterricht unverhältnismässig beeinträchtigt wird.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z. B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bildungschancen dürfen nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Gezielte Förderung und ausreichende Stipendien sind Investitionen in Eigenständigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und den Wirtschaftsstandort. Das aktuelle System ist bereits sehr grosszügig und kann gezielt verbessert werden.
Obligatorische Frühförderung
Sollen Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen verpflichtet werden, ein Jahr vor dem Kindergarteneintritt eine deutschsprachige Kita oder Spielgruppe zu besuchen (Kostenübernahme durch den Kanton)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Gute Deutschkenntnisse erleichtern den Schulstart, den Schulbetrieb und die Integration der Kinder. Ein verpflichtendes Angebot ist vertretbar, wenn es pädagogisch hochwertig ausgestaltet wird.
Aufnahmeprüfung Gymnasium
Befürworten Sie die Einführung einer Aufnahmeprüfung zur Senkung der Gymnasialquote?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine Aufnahmeprüfung allein verbessert die Bildungsqualität nicht und erhöht den Prüfungsdruck. Entscheidend sind transparente Übertrittskriterien, vergleichbare Beurteilungen, durchlässige Strukturen und attraktive Bildungswege – insbesondere eine starke Berufsbildung.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene erhalten?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Wer seit vielen Jahren hier lebt, arbeitet, Steuern bezahlt und von politischen Entscheiden betroffen ist, soll grundsätzlich mitbestimmen können. Politische Teilhabe stärkt die Integration und unsere Demokratie.
Verschärfung Einbürgerung
Sollen die Anforderungen für Einbürgerungen erhöht werden (z. B. sprachliche Anforderungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Einbürgerungen setzen Integration, Sprachkenntnisse und Respekt vor unserer Rechtsordnung voraus. Darum haben wir die Erhöhung der sprachlichen Voraussetzungen unterstützt, aber dafür sollte die Wohnsitzpflicht in einer gewissen Gemeine abgeschafft werden.
Aufnahme Geflüchteter
Soll sich der Kanton Zug dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z. B. Griechenland) in die Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Humanitäre Hilfe und die Bekämpfung von Fluchtursachen sollen möglichst vielen Menschen zugutekommen. Die Aufnahme einzelner zusätzlicher Kontingente durch den Kanton löst die Probleme in den Herkunfts- und Transitregionen jedoch nicht nachhaltig.
Reduktion Asylsozialhilfe
Befürworten Sie eine Reduktion der Asylsozialhilfe für vorläufig aufgenommene Personen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Sozialleistungen sollen den Lebensunterhalt sichern, aber keine langfristigen Fehlanreize schaffen. Eine massvolle Reduktion ist sinnvoll, sofern sie den Missbrauch und den Pull-Effekt abschwächt während das Existenzminimum gewahrt bleibt.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Schweiz ist wirtschaftlich und gesellschaftlich eng mit Europa verbunden. Die Bilateralen sichern Marktzugang, Forschung und Mobilität. Ein Modell nach Brexit-Vorbild wäre komplizierter, unsicherer und wirtschaftlich nachteilig.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der liberale Staat soll verständlich kommunizieren. Dafür braucht es praxistaugliche Leitlinien, aber keine sprachpolizeilichen Verbote. Entscheidend sind Lesbarkeit, Respekt und ein verhältnismässiger Umgang.
Ausbau Medienförderung
Befürworten Sie einen Ausbau der Medienförderung durch den Kanton (z. B. direkte finanzielle Unterstützung an lokale Medien)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Unabhängige lokale Medien sind für die Demokratie wichtig. Direkte staatliche Zahlungen bergen jedoch Abhängigkeiten. Sinnvoller sind transparente, staatsferne Modelle, etwa die Förderung journalistischer Leistungen oder gemeinsamer Infrastruktur.
Engagement gegen häusliche Gewalt
Soll sich der Kanton stärker gegen häusliche Gewalt engagieren (z. B. Präventionskampagnen, Ausbau Unterstützung Frauenhaus)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Häusliche Gewalt verursacht grosses persönliches Leid und hohe gesellschaftliche Kosten. Opfer brauchen raschen, unbürokratischen Schutz, ausreichende Plätze und professionelle Beratung. Ebenso wichtig sind Prävention und Täterarbeit.
Trennung Staat/Kirche
Soll der Kanton Staat und Kirche vollständig trennen (z. B. keine Zahlungen mehr ans Bistum Basel)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
In einem liberalen Staat sollen Religionsgemeinschaften grundsätzlich eigenständig finanziert werden. Historisch gewachsene Verpflichtungen müssen rechtssicher überprüft und schrittweise durch eine zeitgemässe Trennung ersetzt werden.
Finanzen & Steuern
Steuersenkungen
Soll der Kanton in den nächsten vier Jahren weitere Steuersenkungen anstreben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Zug verfügt bereits über eine sehr tiefe Steuerbelastung. Statt dauerhafter Senkungen braucht es Investitionen in Infrastruktur, Innovation und Lebensqualität sowie genügend Spielraum (sprich Reserven) für wirtschaftlich schwierigere Zeiten. Mit dem Steuerrabatt haben wir ein Mittel für die Rückverteilung von Überschüssen.
Befristete Steuerrabatte
Soll der Kanton bei Budgetüberschüssen befristete Steuerrabatte gewähren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der Staat soll nicht dauerhaft mehr Steuern einnehmen, als er für seine Aufgaben benötigt. Befristete Rabatte sind ein flexibles Instrument, sofern genügend Reserven bestehen und notwendige Investitionen gesichert sind. Ebenfalls interessant ist die Rückverteilung über die Krankankassenprämie, wo es eine "pro Kopf" Rückverteilung gibt.
Beitragsobergrenze Stadt Zug
Befürworten Sie eine Reform des Zuger Finanzausgleichs mit einer Beitragsobergrenze für die Stadt Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der innerkantonale Finanzausgleich soll solidarisch, transparent und anreizorientiert sein. Eine starre Obergrenze kann Fehlanreize schaffen. Sinnvoller ist eine gesamtheitliche Reform, welche Belastung, Finanzkraft und Aufgaben fair berücksichtigt.
Einfrierung Stellenbestand Verwaltung
Soll der Kanton den Stellenbestand beim kantonalen Verwaltungspersonal einfrieren?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Verwaltung soll mit der Digitalisierung und schlankeren Prozessen effizienter werden. Ein grundsätzliches Einfrieren des Stellenbestands kann den nötigen Anreiz schaffen, neue Aufgaben zuerst durch Produktivitätsgewinne aufzufangen. Wo zusätzliche Stellen für das Bevölkerungswachstum oder neue gesetzliche Aufgaben zwingend notwendig sind, müssen Ausnahmen möglich bleiben.
Unterstützung Privatschulen
Soll der Kanton Privatschulen finanziell unterstützen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Privatschulen können das öffentliche Bildungsangebot ergänzen und den Kanton entlasten. Eine Unterstützung im Ausmass wie dies der Kanton auch den gemeindlichen Schulen gibt, ist vertretbar, wenn Qualitätsstandards, Transparenz, Chancengerechtigkeit und ein angemessener Eigenbeitrag gewährleistet sind.
Wirtschaft & Arbeit
Einführung Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen kantonalen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein kantonaler Mindestlohn führt zu einem Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und erhöht den administrativen Aufwand für Unternehmen, die in mehreren Kantonen tätig sind.
Weniger Regulierungen für Unternehmen
Sollen Kanton und Gemeinden die Regulierungen und Auflagen für Unternehmen reduzieren (z. B. bei Bau- und Lärmvorschriften)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bauwillige brauchen einfache, digitale und verlässliche Verfahren. Unnötige Bürokratie soll abgebaut werden. Vorschriften zum Schutz von Menschen, Umwelt und Nachbarschaft bleiben jedoch wichtig und sollen möglichst effizient ausgestaltet werden.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Längere Öffnungszeiten sollen möglich, aber nicht vorgeschrieben sein. Unternehmen und Kundschaft können selbst entscheiden, welche Angebote gefragt sind. Der Schutz der Arbeitnehmenden muss weiterhin gewährleistet bleiben.
Einschränkung kurzfristige Wohnungsvermietung
Soll die gewerbliche und kurzfristige Vermietung von Wohnungen (z. B. über Airbnb) stärker eingeschränkt werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Neue Vermittlungsmodelle fördern Wettbewerb und Innovation. Wo Wohnungen aber faktisch dauerhaft dem regulären Wohnungsmarkt entzogen oder Regeln umgangen werden, sind gezielte und verhältnismässige Massnahmen gerechtfertigt.
Massnahmen gegen Briefkastenfirmen
Soll der Kanton restriktiver gegen sogenannte Briefkastenfirmen vorgehen (z. B. verstärkte Kontrollen auf Geldwäscherei)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Zug soll ein attraktiver Standort für echte Unternehmen und Arbeitsplätze sein, nicht für illegale oder rein künstliche Konstruktionen. Bestehende Regeln gegen Geldwäscherei und Missbrauch müssen konsequent und risikobasiert durchgesetzt werden.
Umwelt & Energie
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z. B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Auf kantonseigenen Flächen darf der Kanton ökologische Standards setzen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Vorgaben sollen aber praxistauglich sein, Übergangsfristen enthalten und die betroffenen Betriebe fachlich unterstützen.
Bau von Windrädern
Befürworten Sie den Bau von Windrädern im Kanton Zug (z. B. auf dem Zugerberg)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Auch Zug soll einen Beitrag zur erneuerbaren Stromproduktion leisten und Windenergie liefert wertvollen Winterstrom. Windanlagen sind dort zu prüfen, wo sie genügend Energie liefern.
Verzicht auf Verbote in Klimapolitik
Soll der Kanton zur Erreichung der Klimaziele auf Verbote verzichten (Steuerung primär durch Anreize und Zielvereinbarungen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Anreize, Innovation und klare Zielvereinbarungen schaffen eine hohe Akzeptanz und fördern wirksame Lösungen. Verbote sollen nur eingesetzt werden, wenn Ziele anders nicht rechtzeitig oder verlässlich erreicht werden können.
Förderung Solarausbau
Soll der Kanton den Solarausbau stärker fördern (z. B. Förderung von Balkonsolaranlagen)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Solarenergie ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Einfache Bewilligungsverfahren und gezielte Anschubfinanzierungen können auch Mieterinnen und Mietern ermöglichen, einen eigenen Beitrag zu leisten.
Raumplanung
Kommunales Vorkaufsrecht
Soll den Gemeinden im Kanton Zug ein kommunales Vorkaufsrecht für Grundstücke und Liegenschaften eingeräumt werden, die zweckgebunden für den gemeinnützigen Wohnungsbau genutzt werden sollen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Wohnungsnot lösen wir nicht durch zusätzliche Eingriffe in den Immobilienmarkt, sondern indem wir mehr Wohnraum schaffen. Verdichtung, schnellere Bewilligungsverfahren und partnerschaftliche Lösungen mit privaten und gemeinnützigen Bauträgern sind nachhaltiger als ein generelles Vorkaufsrecht.
Schaffung eines Wohnfonds
Eine kantonale Volksinitiative fordert die Schaffung eines Wohnfonds von 750 Millionen Franken, mit dem Bauland erworben und im Baurecht an Wohnbaugenossenschaften abgegeben werden soll. Befürworten Sie dieses Anliegen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Bezahlbarer Wohnraum ist dringend nötig. Ein Fonds von 750 Millionen Franken bindet jedoch sehr viel Kapital, ohne das eigentliche Problem fehlender Bau- und Verdichtungsmöglichkeiten allein zu lösen. Zielführender sind gezielte Projekte und Partnerschaften.
Zuger Vorrang bei Wohnungsvergabe
Sollen Wohnungen von Gemeinden vorrangig an Personen vergeben werden, die seit mindestens 10 Jahren im Kanton Zug leben?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Staatlich geförderter Wohnraum soll in erster Linie Menschen zugutekommen, die seit längerer Zeit im Kanton leben und wegen der hohen Wohnkosten ihre Heimat zu verlieren drohen. Eine entsprechende Priorisierung ist deshalb gerechtfertigt und soll transparent umgesetzt werden.
Schaffung von Sonderbauzonen
Sollen in Sonderbauzonen die Bau- und Planungsvorschriften vorübergehend aufgehoben werden, sofern mindestens 40 Prozent der Wohnungen zur Kostenmiete angeboten werden (sog. «weisse Zonen»)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Neue und mutige Instrumente gegen die Wohnungsnot müssen unbedingt geprüft werden. Temporäre Erleichterungen sind denkbar, wenn Qualität, Nachhaltigkeit, Infrastruktur und ein tatsächlich hoher Anteil dauerhaft preisgünstiger Wohnungen gesichert sind.
Verkehr
Förderung Fuss- und Veloverkehr
Befürworten Sie einen raschen Ausbau der Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr (z. B. Velowege) im Kanton Zug?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Sichere Fuss- und Velowege sind gesund, platzsparend und klimaschonend. Lücken im Netz müssen rasch geschlossen und gefährliche Stellen prioritär verbessert werden.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Gemeinden sollen Tempo 30 dort einführen können, wo Sicherheit, Lärmschutz oder die örtliche Situation dafür sprechen. Ein pauschales Verbot verhindert sachgerechte Lösungen und schränkt die kommunale Autonomie unnötig ein.
Ausbau öffentlicher Verkehr
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Ein attraktiver öffentlicher Verkehr braucht gute Verbindungen, passende Frequenzen und innovative Angebote. Investitionen sollen sich an der Nachfrage orientieren und möglichst energieeffizient sowie kostengünstig umgesetzt werden.
Erhalt Parkplätze
Soll die Anzahl öffentlicher Parkplätze im Kanton mindestens auf dem Stand von Ende 2024 erhalten werden?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Der öffentliche Raum soll dort eingesetzt werden, wo er den grössten Nutzen stiftet. Parkplätze bleiben wichtig, ihre Anzahl darf aber nicht unabhängig von Standort, Nachfrage und alternativen Mobilitätsangeboten dauerhaft festgeschrieben werden.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten («Digital-Only»-Prinzip)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Digitale Dienstleistungen sind einfacher, schneller und kostengünstiger. Der Kanton soll seine Angebote konsequent digitalisieren und wo sinnvoll primär digital anbieten. Für Menschen, die Unterstützung benötigen oder keinen digitalen Zugang haben, müssen jedoch weiterhin angemessene Alternativen bestehen.
Humanitäre Hilfe Ukraine
Soll sich der Kanton finanziell an humanitärer Hilfe für die Ukraine beteiligen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Russland hat einen souveränen Staat angegriffen und schweres Leid verursacht. Der Kanton kann im angemessenen Rahmen humanitäre Projekte und den Wiederaufbau unterstützen, insbesondere wenn die Hilfe wirksam, transparent und mit Bund und Hilfswerken koordiniert ist.
Ausgewogenes Geschlechterverhältnis
Soll der Kanton bei der Besetzung von Kaderstellen in der Verwaltung verbindliche Vorgaben für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis einführen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Eine vielfältige Führung verbessert Entscheidungen, und der Kanton soll als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen. Starre Quoten schaffen aber neue Bürokratie. Zielführender sind transparente Verfahren, flexible Arbeitsmodelle und eine aktive Nachwuchsförderung.
Sicherheit & Polizei
Stärkere Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärker sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Sichtbare Polizeipräsenz kann Straftaten verhindern und das Sicherheitsgefühl erhöhen. Sie soll gezielt dort eingesetzt werden, wo Probleme bestehen, und durch Prävention, Sozialarbeit und eine belebte Gestaltung öffentlicher Räume ergänzt werden.
Ausbau polizeilicher Überwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der polizeilichen Überwachungsmöglichkeiten (z. B. automatisierte Fahrzeugfahndung)?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Moderne technische Mittel können die Polizeiarbeit effizienter machen und schwere Straftaten verhindern. Sie benötigen jedoch eine klare gesetzliche Grundlage, unabhängige Kontrolle, kurze Speicherfristen und einen wirksamen Datenschutz.
Präventive Durchsuchungen Asylunterkünfte
Sollen in Asylunterkünften neben Personenkontrollen auch präventive Durchsuchungen durchgeführt werden dürfen?
| No | Piuttosto no | Piuttosto sì | Si |
|---|---|---|---|
Commento
Die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden hat oberste Priorität. Präventive Durchsuchungen können in begründeten Situationen sinnvoll sein, müssen aber auf einer klaren gesetzlichen Grundlage beruhen, verhältnismässig erfolgen und die Grundrechte der Betroffenen respektieren.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Commento
Eine freie Marktwirtschaft ist das effizienteste System, um Ressourcen sinnvoll einzusetzen und Innovation zu fördern. Damit sie allen zugutekommt, braucht sie jedoch klare Spielregeln des Staates – insbesondere zum Schutz von Umwelt, Menschenrechten und fairem Wettbewerb.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Commento
Familien sollen selbst entscheiden können, welches Betreuungsmodell für sie am besten passt. Wissenschaftlich gibt es keine Hinweise, dass ein einziges Betreuungsmodell grundsätzlich überlegen ist. Nach der frühen Kindheit können Eltern, Grosseltern oder qualitativ gute Betreuungsangebote die Entwicklung eines Kindes gleichermassen fördern.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Commento
Strafen sind wichtig, um Recht durchzusetzen und doch sie haben nur bedingt eine präventive Wirkung. Langfristig profitiert die Gesellschaft aber am meisten, wenn Straftäter erfolgreich resozialisiert werden und nach der Strafe wieder Verantwortung übernehmen können.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
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Commento
Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Widerspruch. Nachhaltiges Wachstum entsteht durch Innovation, effizienten Ressourceneinsatz und erneuerbare Technologien. Nur so sichern wir langfristig unseren Wohlstand und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen.
Commento
Familien sollen nicht trotz Erwerbsarbeit in Armut leben. Ergänzungsleistungen können gezielt helfen, müssen aber so ausgestaltet sein, dass sich zusätzliche Arbeit weiterhin lohnt und keine neuen Schwelleneffekte entstehen.