Michel Kalauz

Sozialdemokratische Partei | 5.07
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Sozialstaat, Familie & Gesundheit

Ergänzungsleistungen für Familien

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Familien, die trotz Erwerbstätigkeit finanziell kaum über die Runden kommen, verdienen gezielte Unterstützung. Ergänzungsleistungen können verhindern, dass sie in die Sozialhilfe abrutschen, und stärken gleichzeitig die Eigenständigkeit der Familien. Entscheidend ist für mich eine bedarfsgerechte Ausgestaltung, die Erwerbsarbeit weiterhin attraktiv macht.

Verschärfung Sozialhilfe

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Die Sozialhilfe muss ein menschenwürdiges Existenzminimum sichern. Menschen geraten aus ganz unterschiedlichen Gründen in finanzielle Not und nicht aus Bequemlichkeit. Weitere Kürzungen lösen diese Ursachen nicht. Entscheidend ist, Betroffene mit guter Beratung, Bildung und beruflicher Integration dabei zu unterstützen, wieder finanziell auf eigenen Beinen stehen zu können. Gerade im teuren Kanton Zug sind weitere Kürzungen der falsche Weg.

Entschädigung pflegende Angehörige

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Pflegende Angehörige leisten enorm viel und verdienen mehr Unterstützung. Entscheidend ist, dass diese auch dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird. Reine Steuerabzüge reichen dafür nicht aus, da sie Menschen mit tiefen Einkommen weniger helfen. Neben finanzieller Unterstützung braucht es deshalb auch Entlastungsangebote und eine gut ausgebaute öffentliche Pflege.

Vereinfachte Anspruchsprüfung

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Wer Anspruch auf Ergänzungsleistungen oder Prämienverbilligungen hat, soll diese möglichst unkompliziert erhalten. Komplexe Verfahren dürfen nicht dazu führen, dass Menschen auf Leistungen verzichten, die ihnen zustehen. Eine automatische Ermittlung des Anspruchs kann Bürokratie reduzieren, die Verwaltung entlasten und gleichzeitig sicherstellen, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie vorgesehen ist.

Senkung Krankenkassenprämien

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Hohe Überschüsse sollen der Bevölkerung zugutekommen. Eine pauschale Entlastung nach dem Giesskannenprinzip ist jedoch nicht der beste Weg. Sinnvoller wäre, die Prämienverbilligung auszubauen und die Einkommensgrenzen anzuheben, damit insbesondere Familien sowie Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen profitieren. Gleichzeitig müssen wir die Ursachen der stetig steigenden Gesundheitskosten angehen. Eine höhere Kostenübernahme allein löst dieses Problem nicht.

Schule & Bildung

Separativer Unterricht

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Grundsätzlich sollen Kinder möglichst gemeinsam unterrichtet werden. Dafür brauchen Schulen genügend Ressourcen und insbesondere zusätzliche Fachpersonen aus dem heilpädagogischen Bereich, um Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten gezielt zu unterstützen und gleichzeitig Lehrpersonen und Klassen zu entlasten. Wo die integrative Förderung dennoch an ihre Grenzen kommt, braucht es individuelle und flexible Lösungen. Eine generelle Rückkehr zu separaten Förderklassen halte ich für den falschen Weg.

Gleiche Bildungschancen

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Bildungschancen dürfen nicht vom Einkommen oder der Herkunft der Eltern abhängen. Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, seine Fähigkeiten und Talente zu entwickeln. Dafür braucht es gezielte Unterstützung dort, wo finanzielle oder soziale Voraussetzungen den Bildungsweg erschweren. Investitionen in faire Bildungschancen stärken nicht nur die Betroffenen, sondern langfristig auch unsere Gesellschaft und Wirtschaft.

Obligatorische Frühförderung

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Gute Deutschkenntnisse sind eine elementare Voraussetzung für gleiche Bildungschancen und für eine erfolgreiche Integration. Kinder mit Förderbedarf sollen deshalb bereits vor dem Kindergarten gezielt und spielerisch unterstützt werden. Eine verbindliche frühe Sprachförderung ist sinnvoll, wenn der Kanton die Kosten übernimmt und qualitativ gute Angebote sicherstellt. Gleichzeitig soll Mehrsprachigkeit wertgeschätzt und als Stärke verstanden werden.

Aufnahmeprüfung Gymnasium

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Der Zugang zum Gymnasium soll von Fähigkeiten und Leistungen abhängen und nicht von einer politisch gewünschten Quote. Erfahrungen aus Zürich zeigen, dass Aufnahmeprüfungen die Chancengleichheit gefährden können, da Familien mit finanziellen Möglichkeiten ihre Kinder gezielt mit privaten Vorbereitungskursen unterstützen können. Hohe Anforderungen an das Gymnasium sind richtig, aber der Zugang muss unabhängig vom Einkommen der Eltern fair bleiben.

Migration & Integration

Stimmrecht für Ausländer/-innen

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Wer seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz lebt und hier seinen Lebensmittelpunkt hat, ist Teil unserer Gesellschaft. Viele arbeiten hier, bezahlen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, ihre Kinder besuchen unsere Schulen und sie engagieren sich in Vereinen und Gemeinden. Politische Teilhabe stärkt die Integration und die Identifikation mit unserem Gemeinwesen. Wer langfristig von unseren Entscheidungen betroffen ist, soll deshalb auch eine politische Stimme erhalten.

Verschärfung Einbürgerung

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Eine Einbürgerung darf klare Anforderungen voraussetzen. Dazu gehören ausreichende Sprachkenntnisse, die Achtung unserer Rechtsordnung und eine grundlegende Vertrautheit mit der Schweiz. Die bestehenden Anforderungen sind jedoch bereits hoch. Zusätzliche Hürden schaffen nicht automatisch bessere Integration. Wer die Voraussetzungen erfüllt und dauerhaft Teil unserer Gesellschaft sein möchte, soll einen fairen und nachvollziehbaren Weg zur Einbürgerung haben.

Aufnahme Geflüchteter

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Resettlement schafft sichere und geordnete Fluchtwege für besonders schutzbedürftige Menschen und kann gefährliche irreguläre Fluchtrouten vermeiden. Die Schweiz und auch der Kanton Zug sollen hier humanitäre Verantwortung übernehmen. Entscheidend ist gleichzeitig, dass genügend Kapazitäten für Unterbringung, Sprachförderung und eine erfolgreiche Integration vorhanden sind. Aufnahme und Integration müssen deshalb gemeinsam gedacht werden.

Reduktion Asylsozialhilfe

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Vorläufig aufgenommene Menschen leben häufig über längere Zeit in der Schweiz. Eine weitere Kürzung der ohnehin tiefen Asylsozialhilfe erschwert Integration und gesellschaftliche Teilhabe, anstatt Probleme zu lösen. Wer erwartet, dass Menschen Deutsch lernen, sich integrieren und möglichst rasch finanziell auf eigenen Beinen stehen, muss ihnen auch die notwendigen Voraussetzungen dafür ermöglichen.

Kündigung Bilaterale Verträge

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Die Bilateralen und die Personenfreizügigkeit sind für unseren Wirtschaftsstandort zentral. Gleichzeitig müssen wir stärker in Bildung und Ausbildung investieren und das inländische Fachkräftepotenzial besser ausschöpfen. In einer liberalen Wirtschaft entscheiden Angebot und Nachfrage über den Arbeitsmarkt. Finden Unternehmen die benötigten Fachkräfte vermehrt im Inland, reduziert dies auch den Bedarf an Zuwanderung. Eine Kündigung der Bilateralen ist dafür der falsche Weg.

Gesellschaft, Kultur & Ethik

Verbot geschlechtsneutraler Sprache

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Behörden und Schulen sollen verständlich, respektvoll und möglichst inklusiv kommunizieren. Dafür braucht es kein staatliches Verbot einzelner Schreibweisen. Welche Form sich langfristig durchsetzt, soll sich durch den gesellschaftlichen und sprachlichen Wandel entwickeln. Der Staat muss nicht jede sprachliche Frage mit einem Verbot regeln.

Ausbau Medienförderung

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Eine vielfältige und unabhängige Medienlandschaft ist für unsere Demokratie unverzichtbar. Wie der Service public auf nationaler Ebene leisten auch lokale Medien einen wichtigen Beitrag zur politischen Meinungsbildung und zur Kontrolle von Politik und Behörden. Deshalb befürworte ich eine stärkere Medienförderung. Diese muss staatsfern, transparent und so ausgestaltet sein, dass die journalistische Unabhängigkeit jederzeit gewährleistet bleibt.

Engagement gegen häusliche Gewalt

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Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Betroffene müssen schnell und unkompliziert Schutz und Unterstützung erhalten. Gleichzeitig müssen wir früher ansetzen und mit Prävention dazu beitragen, Gewalt zu verhindern, bevor sie entsteht. Dafür braucht es ausreichend finanzierte Schutzangebote, Beratungsstellen und Präventionsarbeit. Besonders gefährdete Frauen und Kinder müssen sich darauf verlassen können, dass Hilfe verfügbar ist.

Trennung Staat/Kirche

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Die Kirchen und unsere christliche Tradition haben die Schweiz wesentlich mitgestaltet und leisten bis heute wichtige soziale und gesellschaftliche Arbeit. Gleichzeitig soll der Staat religiös neutral sein und die Religionsfreiheit aller gewährleisten. Eine stärkere Trennung darf nicht primär dem Abbau staatlicher Leistungen dienen. Gesellschaftlich wertvolle Aufgaben sollen unabhängig davon unterstützt werden, ob sie von kirchlichen oder anderen Organisationen erbracht werden.

Finanzen & Steuern

Steuersenkungen

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Zug verfügt bereits über ein sehr attraktives Steuerniveau. Weitere Steuersenkungen sind deshalb nicht notwendig. Finanzielle Spielräume sollen vielmehr gezielt in Bildung, Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und die Lebensqualität der Bevölkerung investiert werden. Ein attraktiver Standort zeichnet sich nicht allein durch tiefe Steuern aus, sondern ebenso durch starke öffentliche Leistungen und eine hohe Lebensqualität.

Befristete Steuerrabatte

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Budgetüberschüsse sollen der Bevölkerung zugutekommen, aber gezielt und nachhaltig. Pauschale Steuerrabatte entlasten jene am stärksten, die bereits über hohe Einkommen und entsprechende finanzielle Möglichkeiten verfügen. Sinnvoller sind Investitionen in Bildung, Infrastruktur und bezahlbaren Wohnraum sowie gezielte Entlastungen, etwa über höhere Prämienverbilligungen. So profitieren insbesondere Familien sowie Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen.

Beitragsobergrenze Stadt Zug

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Der Finanzausgleich ist wichtig für die Solidarität zwischen den Zuger Gemeinden und soll erhalten bleiben. Gleichzeitig trägt die Stadt Zug heute über 90 Prozent des gesamten ZFA. Eine derart einseitige Belastung muss hinterfragt werden. Eine Obergrenze kann ein möglicher Ansatz sein, wichtiger ist mir jedoch eine faire und langfristig tragfähige Verteilung, bei der alle finanzstarken Gemeinden angemessen Verantwortung übernehmen.

Einfrierung Stellenbestand Verwaltung

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Eine effiziente und schlanke Verwaltung ist wichtig. Ein pauschaler Stellenstopp ist dafür aber das falsche Instrument. Neue Stellen müssen begründet und kritisch geprüft werden, gleichzeitig muss der Kanton auf Bevölkerungswachstum, neue gesetzliche Aufgaben und veränderte Bedürfnisse reagieren können. Digitalisierung und effizientere Prozesse sollen Ressourcen freisetzen, ohne die Qualität der staatlichen Leistungen zu schwächen.

Unterstützung Privatschulen

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Öffentliche Mittel sollen in erster Linie in eine starke öffentliche Schule fliessen, die allen Kindern unabhängig von Herkunft und Einkommen eine hochwertige Bildung ermöglicht. Wer sich bewusst für eine Privatschule entscheidet, soll diese grundsätzlich auch privat finanzieren. Ausnahmen sind dort sinnvoll, wo eine Privatschule im Auftrag der öffentlichen Hand besondere Bedürfnisse abdeckt oder eine öffentliche Aufgabe übernimmt.

Wirtschaft & Arbeit

Einführung Mindestlohn

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Wer Vollzeit arbeitet, soll von seinem Lohn leben können. Gerade im Kanton Zug mit seinen hohen Lebenshaltungskosten sind 4'200 Franken kein übertriebener Anspruch. Ein fairer Mindestlohn stärkt die finanzielle Eigenständigkeit, honoriert Arbeit und reduziert das Risiko, dass Erwerbstätige trotz Vollzeitpensum auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Arbeit muss sich lohnen und ein eigenständiges Leben ermöglichen.

Weniger Regulierungen für Unternehmen

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Effiziente und einfache Verfahren sind wichtig. Ein pauschaler Abbau von Bau-, Lärm- oder anderen Schutzvorschriften ist jedoch der falsche Weg. Gerade beim Wohnraum greift die Behauptung zu kurz, weniger Regulierung führe automatisch zu mehr und günstigeren Wohnungen. Entscheidend sind eine aktive Boden- und Wohnpolitik, schnellere Verfahren und eine qualitätsvolle Verdichtung, ohne sinnvolle Schutzstandards abzubauen.

Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten

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Längere Öffnungszeiten schaffen zwar mehr Flexibilität für Konsumentinnen und Konsumenten, die zusätzliche Belastung tragen jedoch vor allem die Angestellten im Detailhandel. Gerade Menschen mit tieferen Löhnen müssten vermehrt abends, an Wochenenden und zu wenig attraktiven Zeiten arbeiten. Wirtschaftliche Flexibilität darf nicht einseitig auf Kosten derjenigen gehen, die ohnehin unter anspruchsvollen Bedingungen arbeiten.

Einschränkung kurzfristige Wohnungsvermietung

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Wohnraum ist gerade im Kanton Zug knapp und teuer. Wohnungen, die dauerhaft gewerblich als kurzfristige Unterkünfte vermietet werden, fehlen dem regulären Wohnungsmarkt. Deshalb sollen kommerzielle Kurzzeitvermietungen stärker reguliert werden. Wer hingegen die eigene Wohnung gelegentlich während einer Abwesenheit vermietet, soll dies weiterhin unkompliziert tun können. Ziel ist nicht ein Airbnb-Verbot, sondern der Schutz von dauerhaftem Wohnraum.

Massnahmen gegen Briefkastenfirmen

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Ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort braucht Vertrauen, Transparenz und einen funktionierenden Rechtsstaat. Zug darf keinen Raum für Geschäftsmodelle bieten, die der Verschleierung von Geldflüssen oder Geldwäscherei dienen. Verstärkte Kontrollen schaffen fairere Bedingungen für seriöse Unternehmen und schützen den Wirtschaftsstandort Zug vor Missbrauch und Reputationsschäden.

Umwelt & Energie

Ökologische Auflagen Landwirtschaft

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Der Kanton trägt auf seinen eigenen Landwirtschaftsflächen eine besondere Verantwortung für Boden, Gewässer und Biodiversität. Deshalb sind höhere ökologische Anforderungen grundsätzlich richtig. Diese sollen gemeinsam mit den Bewirtschaftenden praxisnah ausgestaltet werden und nachhaltige Landwirtschaft fördern, ohne die Produktion unnötig zu erschweren. Wo zusätzliche Leistungen verlangt werden, müssen diese auch angemessen berücksichtigt werden.

Bau von Windrädern

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Auch der Kanton Zug muss seinen Beitrag zur Energiewende leisten. Windenergie kann dabei neben Solar- und Wasserkraft einen wichtigen Beitrag zur regionalen und erneuerbaren Stromproduktion leisten. Entscheidend ist eine sorgfältige Standortwahl, die Energieertrag, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Interessen der Bevölkerung berücksichtigt. Ein grundsätzliches Nein zu Windenergie im Kanton Zug ist für mich keine Lösung.

Verzicht auf Verbote in Klimapolitik

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Anreize, Innovation und Zielvereinbarungen sind wichtige Instrumente einer wirksamen Klimapolitik. Ein grundsätzlicher Verzicht auf verbindliche Vorgaben wäre jedoch falsch. Wo freiwillige Massnahmen nicht ausreichen, müssen auch klare Regeln möglich sein. Entscheidend ist ein wirksamer und sozial verträglicher Instrumentenmix, der die Klimaziele erreicht und Bevölkerung sowie Unternehmen möglichst viel Handlungsspielraum lässt.

Förderung Solarausbau

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Der Ausbau der Solarenergie ist ein wichtiger Bestandteil einer erneuerbaren und unabhängigen Energieversorgung. Der Kanton soll diesen gezielt fördern und vorhandene Potenziale auf Dächern und Fassaden besser ausschöpfen. Balkonsolaranlagen ermöglichen zudem auch Mieterinnen und Mietern, selbst erneuerbaren Strom zu produzieren und unmittelbar an der Energiewende teilzuhaben.

Raumplanung

Kommunales Vorkaufsrecht

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Bezahlbarer Wohnraum scheitert im Kanton Zug häufig am fehlenden Zugang zu Boden. Ein kommunales Vorkaufsrecht gibt den Gemeinden ein zusätzliches Instrument, um langfristig gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnraum zu sichern. Dabei wird niemand enteignet: Die Gemeinde tritt zu den vereinbarten Bedingungen in einen Verkauf ein. Eigentumsrechte und eine aktive, soziale Bodenpolitik lassen sich so miteinander verbinden.

Schaffung eines Wohnfonds

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Bezahlbarer Wohnraum ist eine der grössten Herausforderungen im Kanton Zug. Statt weitere Steuersenkungen und pauschale Rabatte zu finanzieren, soll ein Teil der ausserordentlich starken Kantonsfinanzen langfristig in Boden und bezahlbaren Wohnraum investiert werden. Der Boden bleibt dabei in öffentlicher Hand und wird im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger abgegeben. So entsteht dauerhaft bezahlbarer Wohnraum und gleichzeitig bleibender Wert für kommende Generationen.

Zuger Vorrang bei Wohnungsvergabe

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Ein Bezug zum Kanton Zug darf bei der Vergabe gemeindeeigener Wohnungen berücksichtigt werden. Eine starre Grenze von zehn Jahren greift jedoch zu kurz. Auch wer in Zug arbeitet, hier aufgewachsen ist oder den Kanton wegen fehlenden bezahlbaren Wohnraums verlassen musste, kann eng mit Zug verbunden sein. Entscheidend bleiben für mich zudem Einkommen, Haushaltsgrösse und die persönliche Wohnsituation.

Schaffung von Sonderbauzonen

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Mehr und dichteres Bauen ist notwendig, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Dafür Bau- und Planungsvorschriften weitgehend aufzuheben, halte ich jedoch für den falschen Weg. Wenn durch höhere Ausnützung erhebliche private Mehrwerte entstehen, reichen 40 Prozent Kostenmiete als Gegenleistung nicht aus. Verdichtung muss bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleichzeitig Baukultur, Freiräume und städtebauliche Qualität sichern.

Verkehr

Förderung Fuss- und Veloverkehr

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Sichere und durchgängige Fuss- und Velowege sind ein wichtiger Bestandteil einer modernen Verkehrsinfrastruktur. Wer zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sein möchte, soll dies sicher und attraktiv tun können. Ein rascher Ausbau erhöht die Verkehrssicherheit, schafft mehr Wahlfreiheit bei der Mobilität und kann insbesondere auf kurzen Strecken Strassen und öffentlichen Verkehr entlasten.

Verbot Tempo 30

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Ein pauschales Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen ist nicht sinnvoll. Die örtlichen Gegebenheiten unterscheiden sich und müssen berücksichtigt werden. Wo Tempo 30 die Verkehrssicherheit erhöht, Menschen vor übermässigem Lärm schützt oder sensible Bereiche entlastet, soll es weiterhin möglich sein. Gleichzeitig muss Tempo 30 nicht auf jeder Hauptverkehrsachse die richtige Lösung sein.

Ausbau öffentlicher Verkehr

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Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr ist zentral für die Mobilität in einem wachsenden Kanton. Gute Verbindungen, ausreichende Kapazitäten und attraktive Takte schaffen echte Wahlfreiheit und entlasten gleichzeitig das Strassennetz. Zusätzliche Mittel sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie einen konkreten Nutzen bringen und die Verknüpfung von Bahn, Bus, Fuss- und Veloverkehr verbessern.

Erhalt Parkplätze

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Eine starre Mindestzahl oberirdischer öffentlicher Parkplätze ist nicht sinnvoll. Wertvoller öffentlicher Raum soll möglichst den Menschen zugutekommen und Platz für Begrünung, Begegnung sowie sichere Fuss- und Velowege schaffen. Wo Parkplätze notwendig sind, sollen sie nach Möglichkeit gebündelt und unterirdisch angeboten werden. So bleiben Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten erhalten und gleichzeitig gewinnen unsere Ortszentren an Lebensqualität.

Politisches System & Digitalisierung

Digitale Kantonsverwaltung

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Die kantonale Verwaltung soll ihre Dienstleistungen konsequent digitalisieren und möglichst einfach und effizient zugänglich machen. Digital First ist für mich der richtige Weg, Digital Only hingegen nicht. Niemand soll vom Zugang zu staatlichen Leistungen ausgeschlossen werden, weil digitale Möglichkeiten oder Kenntnisse fehlen. Für Menschen, die darauf angewiesen sind, muss deshalb weiterhin ein persönlicher oder analoger Zugang möglich bleiben.

Humanitäre Hilfe Ukraine

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Menschen, die unter Krieg, Vertreibung und der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen leiden, brauchen unsere Solidarität. Ein finanzstarker Kanton wie Zug kann und soll einen angemessenen Beitrag zur humanitären Hilfe leisten. Die Unterstützung soll gezielt über etablierte und transparente humanitäre Organisationen erfolgen und dort ankommen, wo sie unmittelbar benötigt wird.

Ausgewogenes Geschlechterverhältnis

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Frauen und Männer sollen die gleichen Chancen auf Führungspositionen haben. Verbindliche Zielvorgaben können helfen, bestehende Ungleichgewichte abzubauen und den Blick bei Rekrutierungen zu erweitern. Entscheidend bleiben Qualifikation und Eignung. Ich bevorzuge deshalb ambitionierte und überprüfbare Zielwerte gegenüber starren Quoten für einzelne Stellenbesetzungen.

Sicherheit & Polizei

Stärkere Polizeipräsenz

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Eine sichtbare und gut erreichbare Polizei trägt zur Sicherheit und zum Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum bei. Dabei geht es nicht um möglichst viele Kontrollen, sondern um Präsenz, Prävention und den direkten Kontakt mit der Bevölkerung. Polizeiarbeit muss verhältnismässig, professionell und respektvoll erfolgen und das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Polizei stärken.

Ausbau polizeilicher Überwachung

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Eine gut ausgestattete Polizei braucht zeitgemässe Instrumente zur Strafverfolgung. Der Ausbau automatisierter Überwachung darf jedoch nicht dazu führen, dass grosse Mengen an Daten unbescholtener Menschen ohne konkreten Anlass erfasst und gespeichert werden. Neue Überwachungsmöglichkeiten müssen einen klaren Nutzen haben, verhältnismässig sein und strengen Vorgaben bei Datenschutz, Speicherung und Zweckbindung unterliegen.

Präventive Durchsuchungen Asylunterkünfte

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Sicherheit in Asylunterkünften ist wichtig, sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Mitarbeitenden. Bei einem konkreten Verdacht müssen Durchsuchungen möglich sein. Menschen jedoch allein aufgrund ihrer Unterbringung präventiv zu durchsuchen, halte ich für unverhältnismässig. Auch im Asylbereich gelten Privatsphäre, Menschenwürde und rechtsstaatliche Grundsätze.

Werthaltungen

Freie Marktwirtschaft

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Eine funktionierende Marktwirtschaft schafft Wohlstand, Innovation und Arbeitsplätze. Davon profitieren aber nicht automatisch alle. Es braucht faire Regeln, soziale Absicherung, gute Bildungschancen und einen wirksamen Wettbewerb, damit wirtschaftlicher Erfolg möglichst breit in der Gesellschaft ankommt. Marktwirtschaft ist für mich kein Selbstzweck, sondern soll den Menschen dienen.

Vollzeit-Kinderbetreuung

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Entscheidend für das Wohl eines Kindes sind verlässliche Bezugspersonen, Zeit, Zuwendung und eine gute Betreuung. Welches Familienmodell dafür am besten geeignet ist, sollen Eltern selbst entscheiden können. Betreuung zu Hause kann genauso richtig sein wie die Kombination von Familie, Erwerbsarbeit und familienergänzender Betreuung. Der Staat soll unterschiedliche Familienmodelle ermöglichen, statt eines davon als Ideal vorzugeben.

Bestrafung Krimineller

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Straftaten müssen Konsequenzen haben und der Schutz der Bevölkerung muss gewährleistet sein. Langfristige Sicherheit entsteht aber auch dadurch, dass verurteilte Menschen nach ihrer Strafe wieder in die Gesellschaft integriert werden und nicht erneut straffällig werden. Bestrafung und Wiedereingliederung gehören deshalb zusammen. Eine erfolgreiche Resozialisierung ist auch wirksame Prävention.

Umweltschutz

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Ohne eine intakte Umwelt gibt es langfristig weder eine lebenswerte Gesellschaft noch eine funktionierende Wirtschaft. Unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind deshalb nicht gegen kurzfristiges Wirtschaftswachstum aufzurechnen. Wo beides in Konflikt gerät, muss ihr Schutz Vorrang haben. Gleichzeitig bietet gerade der ökologische Wandel grosse Chancen für Innovation und eine langfristig erfolgreiche Wirtschaft.

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